Neue Hoffnung

Wir alle kommen immer wieder in unser Zuhause. Sie haben keines. Der Verein Immo-Humana setzt sich für obdachlose Mütter und ihre Kinder ein.

80 Frauen, 146 Kinder, 4 Ungeborene: von Gewaltverbrechen, Kriegserlebnissen und Aufenthalten in Heimen traumatisiert. Sie sind nicht zu faul oder zu ungeschickt, um sich selbst aus der Misere zu ziehen. Sie sind vom Schicksal schwer geprüfte Menschen, mitten unter uns.

Wir stehen neben ihnen in der Straßenbahn, an der Supermarktkassa oder vor der Schule. Wir gehen danach in unser warmes, gemütliches Zuhause. Sie haben keines.

Da ist zum Beispiel Frau K. (die Namen sind der Redaktion bekannt). Ihr Sohn wurde von einem Lkw angefahren und musste 30-mal operiert werden. Heute sitzt er im Rollstuhl und Frau K. braucht dringend eine Wohnung im Erdgeschoß. Da ist Frau Z. S., deren Mann im tschetschenischen Krieg vor ihren Augen erstochen wurde. Der damals noch ganz kleine Sohn wurde an die Wand geschleudert. Die Mutter konnte mit ihm nach Österreich flüchten und versuchte zu vergessen, was ihr jedoch nicht gelang. Sie bekam schwere Depressionen und musste in psychiatrische Behandlung. Nach einem positiven Aufenthaltsbescheid musste sie außerdem das Flüchtlingsheim verlassen und stand auf der Straße.

Heute geht es ihr schon viel besser, der Sohn hat sich sehr gut in der Schule eingelebt, zusammen bewohnen sie eineinhalb Zimmer in Wien. „Ich habe zum ersten Mal seit vielen Jahren das Gefühl, dass so etwas wie Frieden in unser Leben eingekehrt ist“, sagt sie.

80 Frauen, 146 Kinder, 4 Ungeborene: Ihnen allen konnte Immo-Humana in diesem Jahr zu einem Start in eine bessere, menschenwürdige Zukunft verhelfen. „Wir wollen Mitmenschen sein und diesen armen Familien neue Hoffnung geben“, erklärt Georg Slawik, Hausverwalter und Obmann des Vereines für Mütter in Wohnungsnot. Gezielt konzentriert sich Immo-Humana darauf, Hilfsbedürftigen eine Starthilfe zu geben.

…
© Bild: Ela Angerer
„Es geht ganz klar darum, alles zu tun, damit diese Menschen so bald als möglich wieder auf eigenen Beinen stehen können.“ Unterstützt wird Slawik dabei seit vielen Jahren von Kollegen aus der Immobilienbranche, die für die gute Sache Wohnungen zur Verfügung stellen. Andere finanzieren jedes Jahr Christbäume, für die den kleinen Familien das Geld fehlt.

Auch viele KURIER-Leser haben sich bereits engagiert: So hat sich vor einem Jahr nach einem Artikel in IMMO eine pensionierte Mittelschulprofessorin gemeldet, die seither zwei Kindern regelmäßig beim Lernen hilft. Viele andere brachten gut erhaltene Spielsachen. Drei Tage vor Weihnachten hat sich außerdem ein KURIER-Leser gemeldet, der Hausbesitzer ist, und dem Verein eine Garçonniere zur Verfügung gestellt. Jetzt geht es vor allem darum, Müttern und Kindern in Not durch den Winter zu helfen. Auch wenn sie noch so klein ist: Jeder ist willkommen, der durch seine Spende mithelfen will.

Spenden für Mütter und Kinder in Not

…
© Bild: Ela Angerer
Immo-Humana besitzt das Spendengütesiegel. Dadurch wird die Verwendung der Spendengelder genau geprüft und Spender haben die Sicherheit, dass ihre Unterstützung auch wirklich den Betroffenen zugutekommt. Seit 1. 1. 2009 gibt es außerdem die Möglichkeit, Spenden steuerlich abzusetzen. Der KURIER hat 100.000 Euro für die Errichtung eines eigenen Mütterhauses gespendet. Mittlerweile wurden für das Projekt insgesamt 300.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Immo-Humana, Verein für Mütter in Wohnungsnot, Burggasse 44, 1070 Wien, Tel. 01/524 80 90. Spendenkonto: Erste Bank, BLZ 20111, Kontonummer 030-46400

Weitere Informationen unter: www.immo-humana.at

( Kurier ) Erstellt am 29.12.2012