Wirtschaft | Immobiz
24.09.2017

Die fünf größten Energie-Mythen

Ein Ladekabel, das rund um die Uhr am Stromnetz hängt oder die Halogen-Leuchte an der Decke – beim Energiesparen können viele Fehler passieren. Die fünf häufigsten Irrtümer und was man besser machen kann.

Der Stand-by-Modus zählt zu den größten Energiefressern im Haus.
Das stimmt so nicht ganz. „Der Verbrauch von neueren Geräten im Stand-by-Modus ist sehr gering und liegt nur etwa bei 0,5 Watt. Da es in einem Haushalt aber oft mehrere sind, können durch die gänzliche Trennung vom Stromnetz durchaus Kosten eingespart werden“, sagt Sabine Vogel von die umweltberatung.

Ein Ladekabel, das ohne Endgerät am Stromnetz hängt, verbraucht keine Energie.
Auch diesen Mythos kann Sabine Vogel nicht bestätigen. „Bei vielen Netzteilen ist leises surren oder eine Wärmeentwicklung auch ohne Endgerät erkennbar. Das ist ein deutliches Zeichen, dass Energie verbraucht wird.“ Zudem ist bei Laptops oder Smartphones empfehlenswert, sie bei etwa 90 Prozent Entladung anzustecken und bei voller Ladung samt Ladegerät vom Strom zu trennen. „Dies verlängert nicht nur die Lebensdauer des Akkus, sondern auch jene des Netzteiles.“

Herkömmliche Energiesparlampen sind am effizientesten.

Sie sind zwar genügsamer als die gute alte Glühbirne oder Halogen-Leuchten. Moderne LED-Lampen sind inzwischen aber um einiges ökonomischer. „Mit ihnen lässt sich eine Energieeinsparung von 85 bis 90 Prozent gegenüber einer Glühbirne erzielen“, sagt Vogel. „Zusätzlich haben sie mit 15.000 bis 20.000 Stunden auch eine zwei bis drei Mal höhere Lebensdauer als die anderen Lichtspender.“

Die Heizung abdrehen spart Geld.
Dabei kommt es vor allem auf die Außentemperatur und die Zeitspanne an. „Fährt jemand im Winter für zwei Wochen auf Urlaub, sollte schon alleine wegen der Frostgefahr auf niedriger Stufe weitergeheizt werden“, sagt die Expertin. „Außerdem würde das Aufwärmen der ausgekühlten Wohnung mehr Energie benötigen als wenn man die Heizkörper über den Zeitraum der Abwesenheit aufgedreht ließe.“ Eine Temperaturabsenkung über Nacht um zwei bis drei Grad zahlt sich dagegen aus.

Der Standort von Kühl- und Gefrierschrank spielt für den Energieverbrauch keine Rolle.
Je kühler die Umgebungstemperatur ist, desto weniger Strom verbraucht das Gerät. Das Aufstellen des Kühlschrankes neben dem Herd oder Geschirrspüler sollte deshalb vermieden werden. „Ich habe auch schon Haushalte erlebt, in denen die Gefriertruhe am Balkon platziert wurde. Bei hoher Außentemperatur und voller Sonneneinstrahlung ist dort der Verbrauch sehr hoch“, sagt die Umweltberaterin. „Ein Kellerabteil mit Stromanschluss eignet sich dagegen sehr gut, um den Tiefkühler unterzubringen.“