wohnen in Schönbrunn

© Deutsch Gerhard

Stabile Mieten
09/03/2013

Immobilien: Preisauftrieb beruhigte sich

Gebrauchte Wohnungen verteuerten sich um 3,6 % auf rund 2270 Euro je Quadratmeter. Neubaupreise stiegen um 0,3 % auf 3475 Euro.

Die Immobilienpreise wachsen nicht weiter in den Himmel. Gebrauchte Eigentumswohnungen - die klassischen Massenimmobilien - haben sich im ersten Halbjahr 2013 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres österreichweit um 3,6 Prozent auf rund 2270 Euro pro Quadratmeter verteuert, geht aus den aktuellen Daten der Internetplattform Immobilien.net hervor.

Sättigung

"Das ist ein Plafond erreicht worden - es gibt eine Art Sättigung - auch bei den hochpreisigen Immobilien", sagte Geschäftsführer Alexander Ertler heute. Am teuersten ist es in Tirol, Salzburg und Wien.

Neubauwohnungen stabilisierten sich laut Immobilien.net bei einem Medianwert von 3475 Euro je Quadratmeter (plus 0,3 Prozent). "Beim Neubau haben wir eine reale Preissenkung", verwies Ertler auf die darüber liegende Inflationsrate. Die Preise für Einfamilienhäuser erhöhten sich um 0,9 Prozent auf 1940 Euro.

Die Nettokaltmieten stiegen im Österreich-Mittel um 0,3 Prozent auf 9,82 Euro pro Quadratmeter, in Wien um 1,7 Prozent auf 10,04 Euro für gebrauchte Wohnungen und um 2,3 Prozent auf 11,3 Euro für Neubauwohnungen.

Bei den Kaufpreisen sei das Preisniveau relativ hoch, bei den Mieten immer noch relativ niedrig.

"Wer vor Lehman eingekauft hat, kann sich über Spekulationsgewinn von rund 30 Prozent freuen"

In den vergangenen fünf Jahren kletterten die Wohnungspreise in Wien um fast 45 Prozent - bei einer Inflationsrate von 12 Prozent. Die Mieten hätten um nur etwa 15 Prozent zugelegt. "Wer im August 2008 vor der Lehman-Pleite eingekauft hat, kann sich über einen Spekulationsgewinn von rund 30 Prozent freuen", so Ertler.

"Meiner persönlichen Meinung nach werden sich die Preise für Eigentumswohnungen in den Großstädten ein oder zwei Jahre seitwärts bewegen - die Einkommenssituation hat sich ja nicht um 30 Prozent verbessert", so der Immobilienexperte. "Mit dem laufenden Lebenseinkommen kann man sich ein Wohnung um 400.000 bis 450.000 Euro nicht mehr leisten". Das werde bei manchen durch eine Erbschaft wettgemacht.

"Teure Eigentumswohnungen ohne Erbschaft nicht mehr leistbar"

In weiterer Folge würden aber die Mieten "etwas stärker steigen". "Wir werden eine Substitutionsbewegung haben - die teuren Eigentumswohnungen sind ohne Erbschaft nicht mehr leistbar, deshalb weicht man auf den Mietmarkt aus."

Schon jetzt sei die Anzahl der Kaufobjekte, die sich auf dem Markt befinde, rückläufig. "Die Zahl der Transaktionen ist heuer im ersten Halbjahr um 14 Prozent zurückgegangen", berichtete Ertler. Bei den hochpreisigen Wohnungen gebe es Leerstandsraten. "Die Vermarktungsdauer ist signifikant länger geworden."

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