Die Wiener Wirtschaftskammer wünscht sich ein modernes und gerechtes Mietrecht.

© KURIER/Gerhard Deutsch

Wohnungsmarkt
12/22/2014

Immo-Makler warnen vor SPÖ-Modell zu Mieten

Wohninvestments stocken schon jetzt. Mietobergrenzen würden "Aus" für privaten Markt bedeuten.

Die Wiener Immobilien-Makler können sich mit neuen staatlichen Mietobergrenzen, wie sie zuletzt von der SPÖ gefordert wurden, erwartungsgemäß nicht anfreunden. Michael Pisecky, Spartenobmann der Wiener Wirtschaftskammer, hält diese für ein völlig ungeeignetes Mittel, um vermietbaren Wohnraum in Ballungsräumen zu erhalten und neuen zu schaffen.

Hemmnisse für neuen Wohnraum

Investitionen in bestehenden Wohnraum - etwa zur Adaptierung großer Wohnungen in kleinere, stark nachgefragte Wohnungen - seien uninteressant und würden daher kaum durchgeführt. Speziell in Wien klettere die Nachfrage nach kleineren und mittelgroßen Einheiten, da hier in jeder zweiten Wohnung nur eine Person lebe. Pisecky: "Wenn man Wohnungen verkleinert, kommen plötzlichen Stellplatzverordnungen, ein geregelter Mietzins und andere Hemmnisse ins Spiel, die es für den Hauseigentümer wirtschaftlich schwierig machen, kleinere Einheiten zu schaffen." Ähnlich sehe es bei der Nachverdichtung aus, dem Aufbau ganzer Stockwerke auf bestehende Zinshäuser.

Vor allem in den gut ausgestatteten Kategorien müsse daher Marktwirtschaft herrschen, so Pisecky. Lediglich in minder ausgestatteten Wohnungen ("Substandard") könne er sich Preisregelungen vorstellen - um Wuchermieten zu verhindern.

Jungmieter "bezahlen die Rechnung"

Durch bestehende Regelungen seien in zigtausenden Wohnungen Niedrigmieten entstanden, mit denen die Kosten eines Hauses nicht gedeckt werden könnten. Dafür müssten "stattdessen Jungmieter mit hohen Mieten und Befristungen die Rechnung bezahlen" bringt Pisecky ein Beispiel für die negativen Auswirkungen der Reglementierung des Wohnungsmarktes.

Das Problem der vielen befristeten Mietverträge solle man anders lösen: Nämlich durch die Möglichkeit zur Mietanpassung auf ein marktübliches Niveau. Wobei ein Eintrittsrecht ohne eine Mietanpassung für nahe Verwandte wie Partner oder Minderjährige sicher sinnvoll sei.

Vermieten müsse sich auszahlen, fordert der Wiener Obmann der Immobilien-Makler: "Sonst wird es künftig keiner mehr machen - und außer Einkommensstarken werden alle anderen in Sozialwohnungen leben. Das kann nicht das Ziel sein."

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