© REUTERS/HEINZ-PETER BADER

Immobilien
03/14/2015

Im Kampf um conwert verhärten sich die Fronten

Investor Umek: "Bleibt es bei 11,50 Euro pro Aktie, ist der Deal tot".

von Irmgard Kischko

Scharfe Ansagen wenige Tage bevor die Deutsche Wohnen AG ihr offizielles Angebot für die Übernahme des Wiener Immobilienunternehmens conwert legt. "Bleiben die Deutschen bei ihrer Ankündigung, 11,50 Euro pro conwert-Aktie zu zahlen, ist der Deal tot", sagt der Finanzinvestor Klaus Umek, dessen Unternehmen Petrus Advisers 6,7 Prozent an conwert hält.

Kein Aktionär würde zu diesem Preis verkaufen, zumal conwert an der Börse schon 12,45 Euro (Freitagnachmittag) koste. Umek ist überzeugt, dass das Offert deutlich über 13 Euro liegen müsse, um Erfolg zu haben. Viele Privataktionäre hätten die Kapitalerhöhungen von conwert in den Jahren 2002 bis 2006 gezeichnet. Der Durchschnittskurs dabei sei bei 14,20 Euro gelegen, betont Umek. Wer sollte daher jetzt aussteigen. Wer bei den Kapitalerhöhungen gezeichnet habe, habe noch den Vorteil, dass er die Aktien verkaufen könne, ohne die 2009 eingeführte Kursgewinnsteuer zu bezahlen. Da sei es sinnvoll zu warten, bis größere Gewinne zu lukrieren seien.

Umek ist nach einem Treffen mit Investoren in London vergangene Woche bestärkt in seiner Ansicht, dass die Deutsche Wohnen AG kräftig drauflegen müsse, wenn sie conwert wirklich wolle.

Offizielles Offert

Am Mittwoch kommender Woche wird das offizielle Angebot der Deutsche Wohnen AG erwartet. Bisher heißt es in dem Immo-Unternehmen noch, dass der Preis bei 11,50 Euro je Aktie bleibe.

Die Deutschen wollen die Mehrheit an conwert übernehmen. Sicher ist ihnen schon ein Anteil von 25 Prozent. Die Familienstiftung des Bau-Industriellen Hans Peter Haselsteiner hat zugesagt, ein conwert-Paket von 19 Prozent zu 11,50 Euro an Deutsche Wohnen zu veräußern. Und die deutsche Familie Ehlerding verkauft ihre sechs Prozent an conwert. Da fehlt Deutsche Wohnen noch einiges für eine Mehrheit.

Ein "Rache"-Akt?

Unterdessen prüfe die Korruptionsstaatsanwaltschaft nach einer anonymen Anzeige, ob es bei der Übernahme von Eco Business durch conwert 2010 zu Insiderhandel durch Organe von Petrus gekommen ist, schreibt der Standard. „Lächerlich“, sagt Umek. Das sei schon vor fünf Jahren aufgearbeitet worden. Er wittert „Rache im Kontext mit unseren jetzigen Aktivitäten“.

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