Ikea will Indien erobern

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Foto: AP Michael Probst

Nach Starbucks startet auch der schwedische Möbelgigant auf dem indischen Halbkontinent durch.

Der schwedische Möbelgigant Ikea hat eine wichtige Hürde für seinen Start auf dem Wachstumsmarkt Indien genommen.

Die Behörde zur Förderung von Auslandsinvestitionen (FIPB) habe einen entsprechenden Ikea-Antrag genehmigt, sagte ein Sprecher des indischen Handelsministeriums am Dienstag in Neu Delhi. Nun müsse das Kabinett noch den Plänen zustimmen.

Liberalisierung

ikea Foto: AP Gerit Borth Gehört bald auch in Indien zum Straßenbild: Ikea-Sackerl Ikea will in den nächsten 15 bis 20 Jahren 1,5 Mrd. Euro in Indien investieren und 25 Läden eröffnen. Die indische Regierung hatte den Einzelhandelssektor im November liberalisiert.

Ausländische Firmen wie Ikea, die nur eigene Produkte vertreiben, können nun 100-prozentige indische Tochterfirmen gründen.

Globalisierung

Starbucks eröffnet 1. Filiale in Indien

India Starbucks
Foto: AP/Rajanish Kakade

Die US-Kaffeehauskette Starbucks hat im vergangenen Oktober ihre erste Filiale in Indien eröffnet. Der Konkurrenzkampf mit anderen Kaffeeketten in dem Land sei aber "grausam", so Unternehmenschef Howard Schultz damals. Die Preise von Starbucks seien aber "wettbewerbsfähig". So kostet ein Cappuccino mittlerer Größe in der Filiale von Mumbai 115 Rupien (1,65 Euro).

Die Inder trinken zwar traditionell Tee. Kaffee in einem Cafe zu trinken, gilt aber als schick und als Zeichen dafür, wohlhabend zu sein. Noch liegt der Pro-Kopf-Konsum von Kaffee in Indien bei 82 Gramm im Jahr.

Starbucks will zunächst 78 Mio. Dollar (60,55 Mio. Euro) in Indien investieren und hat sich dazu mit dem indischen Tata-Konzern zusammengeschlossen. Tata produziert und handelt mit vielen Produkten von Stahl bis Lebensmittel - und baut beispielsweise auch Tee und Kaffee in Indien an.

In den indischen Städten gibt es bereits viele Kaffeehäuser nach westlichem Stil. Sie sind oft in indischem Besitz - Marktführer ist die indische Kette Coffee Day. Aber auch die britische Kette Costa Coffee und die US-Kette Coffee Bean sind schon vor Ort.

Die US-Kaffeehauskette Starbucks hat Mitte Oktober (19.10.) ihre erste Filiale in Indien in der Millionenmetropole Mumbai eröffnet. Damit folgt Starbucks US-Ketten wie Pizza Hut, McDonald`s, Domino`s… …oder KFC, die in Indien bereits stark vertreten sind. Starbucks hat weltweit mehr als 17.000 Filialen in mehr als 50 Ländern. Indien gilt traditionell zwar als Land der Teetrinker – im April 2013 soll Tee zum offiziellen Nationalgetränk werden. Doch: Kaffee in einem Cafe zu trinken, gilt als schick und als Zeichen dafür, wohlhabend zu sein. Die Nachfrage nach Kaffee stieg in Indien mit zunehmendem Einkommen an. In indischen Städten gibt es deshalb auch schon viele Kaffeehäuser in westlichem Stil – die meisten davon sind aber in indischem Besitz. Marktführer ist die indische Kette Coffee Day… …aber auch die britische Kette Costa Coffee und die US-Kette Coffee Bean sind schon vor Ort. Ein Kaffee im Restaurant kostet in Indien weniger als zehn Rupien (17 Cent), in einem schicken Kaffeehaus können es auch bis zu 75 Rupien (1,30 Euro) sein. Die Preise von Starbucks in Indien sollen "wettbewerbsfähig" sein, sagte Unternehmenschef Howard Schultz (links im Bild) bei der Eröffnung. Ein Cappuccino mittlerer Größe kostet in der Filiale von Mumbai 115 Rupien (1,65 Euro). Indien sei "einer der größten Märkte der Welt für Starbucks", so Schultz, der den Konkurrenzkampf mit anderen Kaffeeketten in dem Land als "grausam" bezeichnet. Starbucks hatte im September angekündigt, zunächst 78 Mio. Dollar (60,55 Mio. Euro) in Indien zu investieren und hat sich dazu mit dem indischen Tata-Konzern zusammengeschlossen. Zur Tata-Gruppe (Tata Sons Ltd.) gehören 98 Unternehmen mit Niederlassungen in 85 Ländern. Der Mischkonzern ist sowohl in der  Metall-, Automobil- und Software-Industrie tätig, ist Telekommunikations-Betreiber und baut auch Tee und Kaffee in Indien an. Die Bohnen werden von Starbucks nach eigenem Verfahren in Indien geröstet. Indien exportiert bisher 70 bis 80 Prozent des im Land angebauten Kaffees. Noch liegt der Pro-Kopf-Konsum von Kaffee in Indien bei 82 Gramm im Jahr. Zum Vergleich: In Österreich liegt der Pro-Kopf-Verbrauch bei 7,2 Kilogramm bzw. 162 Litern jährlich. Damit ist hierzulande der Kaffee nach Wasser das beliebteste Getränk.

(APA / sho) Erstellt am
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