Wirtschaft
22.06.2017

Hameseder zum neuen RBI-Präsidenten gewählt

Raiffeisen: An der Spitze des Aufsichtsrates wurde die angekündigte Ablöse vollzogen.

Letzter Schritt in der Fusion von Raiffeisen Zentralbank (RZB) und Raiffeisen Bank International (RBI): Bei der Hauptversammlung der RBI am Donnerstag wurde Erwin Hameseder, Aufsichtsratschef des größten RBI-Aktionärs Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien und Obmann der Raiffeisenholding, zum neuen Präsidenten der RBI gewählt.

Hameseder folgt in dieser Position Walter Rothensteiner, der bis zum Zusammenschluss der beiden Banken die RZB leitete. Die RZB ist mit der Fusion in der RBI aufgegangen und damit vom Markt verschwunden. Der Wechsel in der Vorstandsetage der RBI erfolgte bereits knapp nach der Fusion im März. Johann Strobl hat die Chef-Position von Karl Sevelda übernommen, der die Bank durch die vergangenen vier schwierigen Jahre lenkte. Strobl versprühte bei der Hauptversammlung einiges an Zuversicht. Nach dividendenlosen Jahren versprach er für 2017 wieder eine Ausschüttung an die Aktionäre. Das Startquartal 2017 mit einer Gewinnverdoppelung auf 220 Millionen Euro scheint Strobl recht zu geben.

Auch der lange verzögerte Teilverkauf der polnischen Tochterbank sollte nun über die Bühne gehen. Die Aktienemission der Raiffeisen Bank Polska sei allerdings nicht für Privatanleger gedacht, betonte Strobl bei der Hauptversammlung. Gemäß einer Vereinbarung mit der polnischen Finanzaufsicht müssen 15 Prozent von Raiffeisen Polska bis Ende Juni an die Börse gebracht werden.