Wirtschaft
02.12.2016

Großstädte wie Paris und Madrid wollen Diesel-Autos verbannen

Verkehrsstau in Paris: Großstädte verursachen ein Drittel des Treibhausgas-Ausstoßes. © Bild: APA/AFP/FRANCOIS GUILLOT

Bis zum Jahr 2025. Bürgermeister dutzender Millionen-Metropolen beraten in Mexiko über Klimaschutz.

Die Millionen-Metropolen Paris, Madrid und Mexiko-Stadt wollen bis zum Jahr 2025 sämtliche Diesel-Fahrzeuge aus ihren Städten verbannen. Das kündigten die Bürgermeister der drei Großstädte am Donnerstag in Mexiko-Stadt in einer gemeinsamen Erklärung als ihren Beitrag zur Verringerung des Treibhausgas-Ausstoßes an.

In Mexikos Hauptstadt hatten sich Bürgermeister von Großstädten aus der ganzen Welt versammelt, um über ihren Beitrag zum Klimaschutz zu beraten. Dabei ging es um konkrete Maßnahmen wie die verstärkte Nutzung von Fahrrädern oder den Einsatz von erneuerbaren Energien.

Megastädte-Meeting

Paris Mayor Anne Hidalgo gives a speech at the C40 Mayors Summit in Mexico City, Mexico December 1, 2016. REUTERS/Henry Romero © Bild: REUTERS/HENRY ROMERO
Die Städte seien die "Vorreiter" beim Klimaschutz, müssten aber "rasch" handeln, forderte die Präsidentin der Städte-Vereinigung C40, die Pariser Bürgermeisterin Anne Hidalgo. In der Vereinigung sind inzwischen rund 90 Städte zusammengeschlossen, darunter auch New York, Rio de Janeiro, Berlin, London oder Hongkong, die zusammen 650 Millionen Menschen oder 25 Prozent des weltweiten Bruttoinlandsproduktes ausmachen.

Ziel: Emissionen halbieren

Einer Studie der Bürgermeister zufolge wird ein Drittel des weltweiten Treibhausgas-Ausstoßes von den Städten verursacht. In Mexiko-Stadt legten sie nun Empfehlungen vor, wie diese Emissionen um die Hälfte reduziert werden können. Um dieser Herausforderung gerecht zu werden, wären demnach in den kommenden vier Jahren 375 Milliarden Dollar (353 Milliarden Euro) Investitionen nötig.

Weniger als zwei Grad

Dem Pariser UN-Klimaschutzabkommen zufolge soll die Erderwärmung auf möglichst 1,5 Grad, mindestens aber auf weniger als zwei Grad begrenzt werden. Der designierte US-Präsident Donald Trump steht dem Abkommen skeptisch gegenüber. Unklar ist, ob er so weit gehen könnte, das historische Abkommen von US-Seite aufzukündigen.

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