Touristen besuchen den Poseidon-Tempel in Sounion, östlich von Athen.

© REUTERS/YORGOS KARAHALIS

Tourismus
05/13/2016

Griechenland: Jedes vierte Hotel kämpft ums Überleben

Griechische Tourismusbranche fürchtet geplante Steuererhöhungen.

Nach Rekordergebnissen im vergangenen Jahr fürchtet die griechische Tourismusbranche heuer Einbußen. Grund dafür sind die geplanten Steuererhöhungen der Regierung, wie die Athener Tageszeitung Kathimerini am Freitag berichtete.

Übernachtungen und Eintrittsgelder bald teurer?

Unter dem Druck der Gläubiger würden erneut die Preise für Übernachtungen, Getränke, Eintrittsgelder für Museen und andere tourismusrelevante Produkte und Dienstleistungen steigen, zitierte die Zeitung den Chef des griechischen Tourismusverbandes, Andreas Andreadis.

Andreadis zufolge zeigen Studien, dass bereits rund 40 Prozent der griechischen Hotels und Pensionen ernsthaft ums Überleben kämpften. In diesem Kontext kritisierte er vor allem die Pläne der Regierung, eine Art Übernachtungspauschale zu verabschieden.

Der Tourismus trägt in Griechenland rund 25 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt (BIP) bei. Sein Rückgang könnte das hoch verschuldete Land noch weiter schwächen. Andreadis warnte der Kathimerini zufolge, dass die geplanten Sparmaßnahmen dazu beitragen könnten, die Sparziele des Landes zu verfehlen.

Höhere Steuern, mehr Einsparungen

Die griechische Regierung verabschiedet derzeit eine Steuererhöhung und Sparmaßnahme nach der anderen, weil sie sich gegenüber den Gläubigern des Landes zu Einsparungen in Höhe von 5,4 Mrd. Euro verpflichtet hat. Nur wenn das Sparpaket steht, kann Griechenland mit weiteren Hilfsmilliarden rechnen.

eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.