Gratis Papierrechnung obligatorisch

Gesetz: Handyrechnung muss auch in Papierform zugestellt werden
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Konsumentenschützer begrüßen die baldige Neuregelung in der Telekombranche.

Die Mobilfunker reagieren verärgert. Die Konsumentenschützer freuen sich. Auslöser der zwiespältigen Gefühle ist das neue Telekomgesetz, auf das sich die Regierungsparteien geeinigt haben und das im Herbst im Parlament abgesegnet wird.

Darin wird unter anderem festgeschrieben, dass Telekom-Unternehmen bestehenden Kunden eine Papierrechnung ohne zusätzliche Gebühren zuschicken müssen. Auch Neukunden haben das Recht, wahlweise eine physische per Post ohne Zusatzkosten oder eine elektronische Rechnung per eMail zu erhalten. Vor allem die Mobilfunker waren gegen diese Forderung der Konsumentenschützer Sturm gelaufen. Sie gingen immer mehr zu Rechnungen per eMail über, wer eine Papierrechnung wollte, musste dafür extra bezahlen. Bei Billigsttarifen war der Verzicht auf die Papierrechnung sogar Bestandteil des Vertrags.

Kritik

Die Mobilfunker kritisieren die Regelung, sie sei - wegen des Papiermülls - nicht umweltfreundlich. Und wegen der hohen Kosten eine große Belastung für die Branche. Die AK begrüßt die Regelung, damit sei klargestellt, dass die Papierrechnung dem Kunden keine Extrakosten verursachen dürfen. Damit würden jene bestraft, die keinen Internetzugang haben.

Die Post begrüßt die TKG-Novelle ebenfalls: Für sie bedeutet die Regelung, dass ein relativ großes Briefvolumen für sie abfällt. Begründet wird das allerdings mit dem Umwelt-Aspekt: Laut einer Umfrage würden fast zwei Drittel die elektronische Rechnung ohnehin ausdrucken. Damit sei die Rechnung per eMail nicht umweltfreundlicher, es würden nur die Druckkosten auf den Kunden überwälzt.

(KURIER) Erstellt am
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