Insolvenz: Geschenkartikel-Kette Paperbox konnte wirtschaftlichen Niedergangen nicht stoppen.

© APA/dpa/Rolf Vennenbernd

Insolvenz
12/02/2014

Geschenkartikel: Paperbox ist pleite

Nach dem Weihnachtsgeschäft sollen Standorte geschlossen werden, nur zwei Filialen werfen Gewinn ab.

von Kid Möchel

Die Geschenkartikelkette Paperbox GmbH, die acht Filialen in Wien, Wiener Neustadt und in Wels betreibt, hat am Handelsgericht Wien die Eröffnung eines Konkursverfahrens beantragt. Das bestätigen die Gläubigerschutzverbände Creditreform und KSV1870 dem KURIER. 19 Mitarbeiter sind von der Pleite betroffen. Laut Firmencompass hatte die Paperbox früher zwölf Filialen und 35 Mitarbeiter.

Die Geschäfte, die vor allem In Einkaufszentren wie der Wiener Millenium City, der Shopping City Nord und SCS in Vösendorf betrieben wurden, liefen zuletzt nicht mehr rund. „Die Umsatzsätze ließen zuletzt nach, während die Miet- und Personalkosten stiegen“, heißt es aus dem Unternehmen. In der Folge konnte die Zahlungsunfähigkeit nicht mehr verhindert werden. Der Bilanzverlust betrug mit Ende November 1,05 Millionen Euro.

Die Schulden

Die Verbindlichkeiten werden laut Creditreform mit rund 2,169 Millionen Euro beziffert, davon entfallen 591.000 Euro auf Banken, 573.000 Euro auf Lieferanten und 251.000 Euro auf verbundene Unternehmen.

Das Vermögen

Die Aktiva haben eine Buchwert von 1,5 Millionen Euro, aber lediglich einen Liquidationswert in Höhe von 236.000 Euro. Davon entfallen 62.800 Euro auf waren und 60.650 Euro sind Kassa-Guthaben. Der Firmanwert (716.000 Eur) wurde mit Null bewertet.

Die Zukunft

Die Filialen der Paperbox können laut Firmenangaben nur kurzfristig fortgeführt werden. Nur ein, zwei Filialen könnten langfristig positiv geführt werden. "Der Gewinn, den diese beide Filialen abwerfen werden, wird allerdings nicht ausreichen, um eine Sanierungsplanqupote in Höhe von 20 Prozent innerhalb von zwei Jahren zu erfüllen", heißt es im Konkursantrag. „Nach Durchführung des Weihnachtsgeschäftes ist jedoch eine Schließung und Verwertung des Unternehmens beabsichtigt.“ Es gibt aber womöglich eine Schmalspur-Alternative: "Unter Umständen besteht auch die Möglichkeit", heißt es im Antrag weiter, "das auf die zwei Filialen geschrumpfte Unternehmen als Ganzes zu verwerten".

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