Ein Landwirt schneidet am Mittwoch (01.06.11) in Weingarten in der Suedpfalz einen Salatkopf von der Sorte Lollo Bionda. Wegen der EHEC-Krise und der geringen Nachfrage nach Salat und Gemuese, muessen die Landwirte ihre Ernte vernichten. (zu dapd-Text) Foto: Ronald Wittek/dapd

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Statistik Austria
12/04/2012

Gemüse-Ernte deutlich schlechter als im Vorjahr

Um 7 Prozent geringere Anbaufläche, Spätfrost und Trockenheit als Ursache.

Heuer ist in Österreich deutlich weniger Feld- und Gartenbaugemüse geerntet worden als im Vorjahr. Die Produktion verringerte sich um 13 Prozent auf 615.700 Tonnen, geht aus den aktuellen Zahlen der Statistik Austria von heute, Montag, hervor. Zum einen verkleinerte sich die Anbaufläche um 7 Prozent, zum anderen wurden einige Feldkulturen durch Spätfrost oder Trockenheit geschädigt. Die Gemüseernte 2012 lag aber immer noch um 2 Prozent über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre.

Besonders deutlich unter dem Vorjahresvolumen lag die Produktion von Hülsenfrüchten, Wurzel- und Zwiebelgemüsearten, die um 23 Prozent auf 291.600 Tonnen zurückging. Das war auch um 1 Prozent weniger als der Fünfjahresschnitt.

Infolge starker Flächenreduktion sank die Produktionsmenge bei Zwiebeln heuer um fast ein Drittel auf 135.400 Tonnen (minus 32 Prozent). Es wurden auch weniger Karotten geerntet - die Menge ging im Jahresabstand um 10 Prozent auf 98.300 Tonnen zurück. Neuerlich deutlich ausgeweitet wurde hingegen die Anbaufläche von Knoblauch (plus 35 Prozent) - die Produktionsmenge erhöhte sich aber nur um 7 Prozent auf 520 Tonnen.

Spürbare Ernteeinbußen gab es heuer bei Erbsen und Radieschen: Die Anbaufläche von Grünerbsen wurde um 45 Prozent verringert, hinzu kam der Spätfrost. In der Folge gab das Produktionsvolumen um 64 Prozent auf 4500 Tonnen nach. Die Radieschenernte sank um 11 Prozent auf 5300 Tonnen.

Relativ stabil blieb die Ernte von Kohl-, Blatt- und Stängelgemüse - sie ging gegenüber 2011 um nur 1 Prozent auf 176.300 Tonnen leicht zurück und lag damit nahezu im Fünfjahresdurchschnitt.

Die Salaternte legte um 14 Prozent auf 54.000 Tonnen zu, was nicht zuletzt auf die EHEC-bedingt niedrige Vorjahresproduktion zurückzuführen ist. Bei Häuptelsalat erhöhte sich die Erntemenge heuer um 15 Prozent auf 16.500 Tonnen, bei Bummerlsalat um 20 Prozent auf 28.400 Tonnen, bei Endivien- und Friseesalat um 2 Prozent auf 3700 Tonnen.

Rückläufig entwickelte sich hingegen die Ernte von Kraut mit einem Minus von 10 Prozent auf 59.100 Tonnen und Chinakohl mit einem Rückgang von 3 Prozent auf 27.200 Tonnen. Die Anbaufläche von Spinat ging leicht zurück, was gegenüber der Rekordernte des Vorjahres ein Minus von 4 Prozent auf 14.200 Tonnen ergab. Massiv ausgeweitet wurde hingegen die Anbaufläche für Spargel, wodurch die Produktion um gut ein Drittel auf 3300 Tonnen zulegte (plus 34 Prozent).

Steigerungen bei der Erntemenge gab es 2012 auch bei Zuckermais (plus 6 Prozent auf 13.100 Tonnen), Tomaten (plus 3 Prozent auf 52.000 Tonnen), Gurken (plus 2 Prozent auf 46.500 Tonnen) und Paprika (plus 8 Prozent auf 16.900 Tonnen). Dafür wurden heuer weniger Speisekürbis (13.000 Tonnen bzw. minus 7 Prozent) und Zucchini (4900 Tonnen bzw. minus 12 Prozent) vom Feld geholt.

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