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Internet-Plattform
11/15/2013

Gemeindefinanzen ab sofort auf Website abrufbar

"Offener Haushalt" soll mehr Transparenz bringen. Kommunen entscheiden selbst über Freischaltung ihrer Daten.

Oberschützen, Großsölk oder Rauris - noch sind sie überschaubar, die blauen Flecken auf der Österreich-Karte von www.offenerhaushalt.praxisplaner.at. Aber es werden immer mehr.

Auf dem neuen Portal können die Kommunen dem Bürger die Finanzdaten nun auf einen Klick zur Verfügung stellen. Intransparent und kompliziert? Damit soll nun Schluss sein.

Vorgestellt wurde das in Zusammenarbeit mit dem Städtebund und dem Gemeindebund entwickelte Portal am Freitag von der Bank Austria und dem KDZ - Zentrum für Verwaltungsforschung. Rund 50 Gemeinden haben ihre Daten bereits freigegeben und etwa 500 nutzen das Instrument für interne Zwecke, erklärte KDZ-Geschäftsführer Peter Biwald.

Visuelle Darstellung zur besseren Lesbarkeit

Die Rechnungsabschlüsse der Kommunen sind zwar als PDF-Datei auf den jeweiligen Homepages abrufbar. Sie zu lesen, das sei jedoch "eine eigene Wissenschaft", stellte Biwald fest. Auf dem neuen Portal findet der Nutzer daher eine visuelle Darstellung der Rechnungsabschlüsse beginnend im Jahr 2001 als Grafik oder Tabelle, Detailansichten und auch die Darstellung "Wohin fließt der Steuereuro?".

"Sieht man da auch die Repräsentationsausgaben?"

In den vergangenen Wochen wurden vom KDZ alle Bürgermeister des Landes angeschrieben und mit Zugangsdaten versorgt. Die Gemeinden selbst können über die Freischaltung ihrer Daten entscheiden.

Biwald räumt ein, dass es mitunter "Ängste" gibt, etwa tauchte bei Vorstellung des Tools die Frage auf: "Sieht man da auch die Repräsentationsausgaben?" Ja, tut man, angesichts der Personalkosten zum Beispiel seien sie aber recht gering.

Aktuell sind 50 Gemeinden dabei

Derzeit sind die aufbereiteten Daten aus 50 Gemeinden abrufbar. Der KDZ-Geschäftsführer geht davon aus, dass sich diese Zahl aufgrund des öffentlichen Drucks erhöhen wird. Grundsätzlich handle es sich um ein Basistool, das weiterentwickelt werden soll. Im Rahmen der Plattform "Praxisplaner.at" gibt es bereits etwa den Seniorenplaner oder den Kinderbetreuungsplaner.

Die Bank Austria ist laut eigenen Angaben Marktführer im Segment Öffentliche Hand mit einem Transaktionsvolumen von 12 Mrd. Euro und 8 Mrd. Euro Finanzierungen. 2013 wurden 260 Mio. Euro Kredite an Gemeinden vergeben, erklärte Helmut Bernkopf, Vorstand Privat- und Firmenkunden. Die Plattform Offener Haushalt ist kostenlos.

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