Wirtschaft
12.01.2012

Geldwäscheverdacht gegen Benko ausgeräumt

Für den Tiroler Immobilien-Investor steigen damit die Chancen auf die Übernahme der Kaufhof-Gruppe.

Die Staatsanwaltschaft Wien hat die Ermittlungen gegen die Immobiliengruppe Signa und Gründer René Benko wegen Geldwäsche eingestellt. Der Geschäftsfall konnte lückenlos dokumentiert werden. Das berichtet das Magazin Format, die Signa-Gruppe bestätigt.

Wie berichtet, hatte eine luxemburgische Bank bereits vor zwei Jahren wegen Geldtransfers bei Benkos Privatstiftung eine routinemäßige Verdachtsmeldung nach Wien geschickt. Im Zuge des Bieterrennens um die deutsche Warenhauskette Kaufhof wurden die Ermittlungen in Wien an die Öffentlichkeit gespielt.

Hürde genommen

Mit der Einstellung des Verfahrens dürfte eine zentrale Hürde für den Kaufhof-Erwerb aus dem Weg geräumt sein. Benko gilt bei der Kaufhof-Mutter Metro als Favorit, der Aufsichtsrat wollte aber die Ermittlungen abwarten. „Auch wenn man selbst von seiner Unschuld überzeugt ist, sind solche Ermittlungen naturgemäß alles andere als angenehm“, wird Benko in einem Statement zitiert. Benko verstärkt indes sein Team in Deutschland: Mit April wechselt Michael Morgenroth von Gothaer Asset Management und ein Teil seines Teams zu Signa.