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Heizkosten
11/13/2013

Gas-Zentralheizungen sind derzeit am billigsten

Die Energieagentur berücksichtigte für ihren Vergleich auch Anschaffungs- und Wartungskosten.

von Andreas Anzenberger

Die Preise für Energieträger wie Gas, Öl oder Holz sind nicht die einzigen Kostenfaktoren. Für einen realistischen Heizkostenvergleich müssen auch die Ausgaben für die Heizungsanlage sowie die Wartungskosten einbezogen werden. Die Energieagentur hat daher einen Vollkostenvergleich der Jahresausgaben für ein Einfamilienhaus mit 130 Quadratmetern erstellt. Die Heizkosten-Unterschiede zwischen thermisch saniert und einem Haus mit schlechter Dämmung betragen durchschnittlich 1800 Euro.

Für ein thermisch saniertes Einfamilienhaus ist eine Gaszentralheizung mit jährlichen Vollkosten von 2043 Euro derzeit die preisgünstigste Variante. Auf Platz Zwei mit jährlich 2133 Euro kommen Öfen für Holzscheite. Dann folgt die Preisklasse zwischen 2600 und 2700 Euro mit Wärmepumpen über Luftwärme sowie Pelletsheizungen.

In die nächste Kategorie zwischen 2700 und 2800 Euro fallen Fernwärme und elektrische Direktheizungen. Etwas teurer sind Ölheizungen. Ganz oben beim Preisvergleich der Energieagentur stehen mit 3354 Euro Wärmepumpen mit Tiefenbohrung. Diese Heizform hat die geringsten Energiekosten.

Der Geschäftsführer der Energieagentur, Peter Traupmann, empfiehlt bei der Wahl der Heizung Energieexperten beizuziehen. Dafür gibt es gute Gründe. Schließlich entscheiden die individuellen Rahmenbedingungen über die richtige Wahl des Heizsystems. Einen Waldbesitzer werden Holzscheite wohl am günstigsten kommen. Wer darüber nachdenkt, von Öl- auf Pelletsheizung umzusteigen, muss zuvor prüfen, ob er für die Lagerung der Pellets genug Platz hat. Für Wohnungen im mehrgeschoßigen Wohnbau gibt es ohnehin kaum eine Alternative zur Gastherme. Außerdem ist der Preisvergleich nur eine Momentaufnahme.

Umweltbilanz

Beim Vergleich der CO2-Bilanz der jeweiligen Energieträger hat Holz sehr gut abgeschnitten. Allerdings nur deshalb, weil jene Menge CO2, die der nachwachsende Wald bindet, vom CO2-Ausstoß bei der Holzverbrennung abgezogen wurde. Die Energie Control Austria empfiehlt Holz in erster Linie für Bauholz oder für Möbel zu verwenden.

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