Wirtschaft
01.03.2013

Freddie Mac mit erstem Gewinn seit Krise

Die 2008 verstaatlichte Bank will nun 5,8 Milliarden Dollar ins Staatsbudget zurückzahlen.

Rückzahlung. Nach Ausbruch der US-Immobilienkrise und dem massenhaften Ausfall von Hypothekarkrediten musste die Immo-Bank Freddie Mac Ende 2008 verstaatlicht und so vor dem Kollaps gerettet werden. 71 Milliarden Dollar (54,1 Milliarde Euro) an Steuergeldern flossen in die Bank.

Nach 5,8 Milliarden Dollar Verlust 2011 hat Freddie Mac im Vorjahr den ersten Gewinn seit den Turbulenzen 2008 geschrieben. Unterm Strich verdiente die Bank elf Milliarden Dollar, 5,8 Milliarden Dollar will sie ins Staatsbudget zurückzahlen. Allein im vierten Quartal verdiente die Bank 4,5 Milliarden Dollar. Das ist der größte Schlussquartals-Gewinn der Geschichte des Instituts.

Der Gewinn zeige, dass die Häuserpreise wieder steigen und weniger Hypothekendarlehen platzen. „Es ist klar ersichtlich aus unseren Zahlen, dass der Häusermarkt die Kurve gekriegt hat“, sagte Finanzchef Donald Layton.

Trotzdem stehen die Immobilienfinanzierer Freddie Mac und das größere Schwesterinstitut Fannie Mae vor einer unsicheren Zukunft. Viele Politiker in Washington und die Regierung von US-Präsident Barack Obama erwägen, die beiden größten Hypothekenbanken des Landes abzuwickeln. Das heißt: Die gesunden Teile zu verkaufen und den Rest stillzulegen.