Wirtschaft
23.08.2017

Flughafen Wien punktet trotz Air-Berlin-Krise

Gut sechs Prozent mehr Passagiere abgefertigt, Air-Berlin-Marktanteil sinkt weiter.

Die Pleite der zweitgrößten deutschen Fluglinie Air Berlin hat für den Flughafen Wien nur geringe Auswirkungen. So ist der Marktanteil der Air Berlin von ursprünglich 20 Prozent mittlerweile auf 5 Prozent gesunken. Der Marktanteil der Österreich-Tochter Niki betrug im ersten Halbjahr 2017 rund 2,6 Prozent. Die Passagiere sind in den vergangenen Monaten immer öfter bei anderen Linien an Bord gegangen.

"Die Entwicklungen bei der Air Berlin sind für den Standort, die Mitarbeiter und die Passagiere unangenehm, aber Fluglinien wie AUA, Eurowings und Easyjet kompensieren diese Rückgänge", sagt Flughafen-Sprecher Peter Kleemann zum KURIER. "Wir rechnen damit, dass die negative Entwicklung bei der Air Berlin heuer sogar überkompensiert wird." Schon im Vorjahr waren Easyjet und die Lufthansa-Tochter Eurowings die Wachstumstreiber im Billigflug-Segment in Wien.

So hat Eurowings seinen Marktanteil von 5,5 Prozent (2016) auf 8,8 Prozent im ersten Halbjahr 2017 gesteigert, Easyjet von 2,7 auf 3,6 Prozent und die AUA von 44,5 auf 46,8 Prozent. Unterm Strich weist der Flughafen Wien im ersten Halbjahr 2017 ein Umsatzplus von 3,4 Prozent auf 357,4 Millionen Euro und ein Passagierplus von 6,4 Prozent auf 13,76 Millionen Personen aus.