Wirtschaft
14.03.2016

Emirates kommt ab 1. Juli mit A380 nach Wien

Es ist fix: Golf-Airline wird Riesenvogel täglich einsetzen.

Jetzt ist es offiziell. Die aufstrebende Golf-Airline Emirates nimmt wie vom KURIER bereits angekündigt ab 1. Juli mit dem weltweit größten Passagierflugzeug Airbus A380 den Liniendienst nach Wien auf. Der Flug EK 127 startet täglich um 08.55 in Dubai und landet um 12:55 Uhr in Wien. EK 128 hebt um 15:05 in Wien ab und landet um 22:45 Uhr in Dubai. Die zweite tägliche Rotation in die Boom-Stadt in den Emiraten wird wie bisher mit einer Boeing 777-300ER bedient.

Der Riesen-Jumbo wird nach Wien in einer Konfiguration mit 519 Plätzen eingesetzt: 14 Privatsuiten in der First Class, 76 Flachbett-Sitze in der Business und 429 Sitze in der Economy. Das entspricht einer Kapazitätsaufstockung von knapp 160 Sitzplätzen täglich.

Lounge-Standort noch offen

Der A380 wird am Flughafen Wien direkt über zwei Fluggastbrücken am Terminal andocken. Allerdings nur auf einer Ebene. Für die Abfertigung werden mehrere Gates zusammen gelegt, noch offen ist der Standort einer eigenen Emirates-Lounge.

Emirates hebt seit 2004 von Wien nach Dubai ab und beförderte bis dato auf dieser Route insgesamt rund drei Millionen Passagiere. Der Großteil der Fluggäste fliegt von Dubai weiter zu Langstrecken-Zielen im Emirates-Netz. Vertriebsvorstand Thierry Antinori freut sich, das "Flaggschiff" nach Österreich zu bringen, das Tourismusland Österreich und Wien würden von dieser zusätzlichen Ankurbelung des Tourismus und der Schaffung von neuen Jobs profitieren. Antinori rechnet für Österreich mit weiter steigenden Besucherzahlen aus dem Nahen Osten, Asien und Afrika.

Zur Erinnerung: Antinori ist jener ehemalige Lufthansa-Vorstand, der im letzten Moment als neuer AUA-Chef absprang.

Lufthansa-Vorwurf: Subventionierung

Flughafen-Vorstand Julian Jäger meint, der Einsatz des A380 unterstreiche "die hohe Bedeutung, die unser Wirtschaftsraum sowie das Einzugsgebiet Wien/Bratislava für die Airline haben". Man freue sich, nun "zum Kreis der A380-Airports zu gehören".

Emirates ist der größte Betreiber des Riesenvogels. Die Lufthansa-Tochter AUA hat naturgemäß keine Freude. Der Lufthansa-Konzern lobbyiert heftig gegen die Überflieger aus der Wüste. Sie würden staatlich subventioniert Passagierströme aus Europa abziehen und über ihr Drehkreuz Dubai weltweit verteilen. Emirates hat direkte staatliche Subventionen immer bestritten.