Wirtschaft
18.01.2012

Finanzkrise 2.0

Warnungen vor dem Super-GAU werden lauter – niemand will sie hören.

Wünschen kann man sich viel: Dass Griechenland doch nicht pleitegeht, dass die Eurozone doch nicht in die Rezession zurückfällt, oder dass es egal ist, ob Österreich, Frankreich und der Euro-Rettungsschirm das Triple-A verlieren. Doch diese Gefallen macht uns die Realität nicht.
Derzeit herrscht eine seltsame Ruhe vor dem Sturm, niemand will mehr das Wort "Krise" hören, an den Börsen zeigen die Kurse trotz aller Hiobsbotschaften nach oben.

Schulterzucken, wohin man blickt. Der nächste Absturz ist offenbar schon "eingepreist".
Doch die Geschichte wiederholt sich: Die US-Immobilienkrise aus 2007 mündete 2008/2009 in eine globale Finanzkrise und 2010/2011 in eine Schuldenkrise der Staaten. Von dort kommt die Krise in den Finanzsektor zurück. Nicht irgendein Apokalyptiker, sondern die Weltbank warnt vor einem Crash, der schlimmer ausfallen könnte als jener nach der Lehman-Pleite im Herbst 2008.
Die Staatspleite Griechenlands gibt wohl demnächst den Auftakt zur Finanzkrise 2.0 des Jahres 2012. Man kann nur noch hoffen, dass uns ein Finanz-Tsunami, der die gesamte Euro-Zone mitreißt, erspart bleibt.

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