Wirtschaft
27.03.2017

Feldbacher Zwieback bleibt ein Deutscher

Österreichischer Klassiker wechselt den Besitzer: von Bahlsen zu Brandt.

Ein österreichischer Klassiker wechselt den Besitzer: Feldbacher Zwieback, der Marktführer in Österreich, gehört künftig dem deutschen Hersteller Brandt. Das Familienunternehmen habe seinem ebenfalls deutschen Konkurrenten Bahlsen die Markenrechte abgekauft, sagten die Firmeninhaber Carl-Jürgen Brandt und sein Sohn Christoph Brandt der „Westfalenpost“. Zum Kaufpreis machte das Unternehmen keine Angaben.

Standort bleibt

Künftig werde der Zwieback der Marke Feldbacher zwar im Brandt-Werk in Deutschland hergestellt. Der Produktionsstandort in Feldbach bleibe aber jedenfalls bestehen, sagte eine Unternehmenssprecherin zum KURIER: "Dort werden künftig andere Produkte hergestellt."

Der westfälische Zwiebackhersteller will seinen Exportanteil in den nächsten zehn Jahre von derzeit 10 auf 20 Prozent verdoppeln. Der Markt in Deutschland ist nach Angaben der Brandt-Familie gesättigt. Da bleibe auf der Suche nach neuen Absatzmärkten nur der Blick in die Nachbarländer. „Südeuropa ist ein interessantes Feld. Dort wird traditionell viel mehr Zwieback gegessen, als in Deutschland“, sagte Christoph Brandt. Interessante Märkte seien Spanien, Portugal oder Griechenland.

Ein Back-Klassiker

Das Produkt geht zurück auf das Jahr 1922, als erstmals Feldbacher Zuckerzwieback produziert wurde. Zuvor hatten die Brüder Josef und Ludwig Zach 1901 die "Ersten Österreichischen Dampfbäckerei" in der Oststeiermark gegründet. Im Jahr 1935 folgte dann der heute noch bekannte Feldbacher Zwieback. Die Marke gehörte zunächst zu Chips- und Solettiproduzent Kelly, die Verantwortung wurde aber 1997 aus strategischen Gründen an Bahlsen Austria abgegeben.