Wirtschaft
14.03.2014

Gibt Underberg Mehrheit an Schlumberger ab?

Deutsche Familie Underberg will angeblich ihre Mehrheit am Sekthersteller verkaufen. Deloitte prüft bereits.

Die deutsche Unternehmerfamilie Underberg will einem Zeitungsbericht zufolge ihre Mehrheit am Sekthersteller Schlumberger abgeben. Laut WirtschaftsBlatt wurde der Verkaufsprozess vor einiger Zeit eingeleitet, der Wirtschaftsprüfer Deloitte prüfe bereits. Bei Schlumberger in Wien gab es dazu keinen Kommentar, bei der Underberg AG in der Schweiz war vorerst niemand erreichbar.

"Wenn sich Dinge konkretisieren, werden wir gemäß Börse- und Finanzmarktvorgaben entsprechende Informationen veröffentlichen", sagte Schlumberger-Sprecher Benedikt Zacherl. Er verwies auf die Eigentümer.

Underberg möchte die Gerüchte, dass sie ihren Anteil am börsennotierten Sekthersteller Schlumberger verkaufen will, "zum jetzigen Zeitpunkt weder bestätigen noch dementieren".

Die Familie Underberg hält de facto 51 Prozent an Schlumberger: Von den insgesamt 2,25 Mio. Stück Aktien sind 1,5 Mio. Stammaktien, von denen die Familie Underberg wiederum etwas über 75 Prozent, somit 1,125 Mio. Stück, hält. 9,7 Prozent gehören der Firma Schlumberger selbst, mehr als 15 Prozent sind im Streubesitz. Dazu kommen noch 750.000 Vorzugsaktien ohne Stimmrechte, die ebenfalls im Streubesitz sind.

Aufsichtsratschefin von Schlumberger ist Hubertine Underberg-Ruder - sie war am Freitagvormittag vorerst nicht zu sprechen -, ihr Stellvertreter Emil Underberg. Schlumberger setzte 2012/13 knapp 210 Mio. Euro um. Eine Schlumberger-Stammaktie kostet derzeit an der Wiener Börse 21 Euro, zuletzt wurden am Mittwoch 100 Stück gehandelt.