Wirtschaft
10.01.2012

Ex-Chef der Immofinanz wehrt sich

Karl Petrikovics brachte wie angekündigt Einspruch gegen die erste Teilanklage ein.

In der Causa Immofinanz hat deren ehemaliger Chef Karl Petrikovics wie angekündigt Einspruch gegen die erste Teilanklage eingebracht. Petrikovics und vier weitere Beschuldigte sind im Zusammenhang mit Aktienoptionen wegen Untreue und wegen des Vergehens der kriminellen Vereinigung angeklagt worden. Die Beschuldigten – für die die Unschuldsvermutung gilt – sollen einen Schaden von 32 Millionen Euro verursacht haben. Bei einem Schuldspruch drohen ihnen bis zu zehn Jahr Haft.

Mängel

Petrikovics’ Anwälte Wolfgang Brandstetter und Otto Dietrich begründen den Einspruch mit zahlreichen Mängeln in der Anklage. Wesentliche Beweisanträge seien „schlicht ignoriert“ worden, von einer sachlichen Aufbereitung der Materie könne keine Rede sein. Außerdem werfen sie der Anklagebehörde einseitige und unvollständige Ermittlungen vor. Man habe sich in eine „vorschnelle Anklage“ geflüchtet statt offene Beweisanträge und Ermittlungsschritte zu erledigen. Über die Anklage muss das Oberlandesgericht Wien entscheiden. Neben Petrikovics sind die Ex-Vorstände Christian Thornton und Norbert Gertner, Ex-Aufsichtsrat Helmut Schwager sowie der ehemalige Steuerberater Ernst Hable angeklagt.

Mehr zum Thema

  • Hauptartikel

  • Hintergrund