Europas Airlines fliegen Richtung rote Zahlen

Die lahmende Wirtschaft setzt vor allem den kleineren Fluglinien zu.

Im laufenden Jahr werden die europäischen Fluglinien insgesamt nur einen kleinen operativen Gewinn (Ebit) von rund zwei Milliarden Euro einfliegen, glaubt Ulrich Schulte-Strathaus, Generalsekretär der Vereinigung Europäischer Fluglinien (AEA). Zu wenig, um die 2009 erlittenen Verluste in Höhe von 3,5 Milliarden Euro auszugleichen.

Auch im kommenden Jahr droht den Airlines konjunkturbedingtes Ungemach. Die lahmende Wirtschaft - und damit einher gehend rückläufige Passagierzahlen - dürften der Branche rote Zahlen bescheren, konstatiert Schulte-Strathaus. Neben dem harten Wettbewerb (vor allem aus dem Nahen Osten) würden hohe Treibstoffkosten und Steuern die Luftfahrtindustrie belasten. In diesem Zusammenhang verweist der AEA-Generalsekretär auch auf die EU-weite -Zertifikate-Abgabe, die ab 2012 fällig wird. Mittelfristig werde die Branche diese Mehrbelastungen wohl an die Kunden weitergeben müssen.

Vor allem kleine Airlines stünden derzeit unter Druck. Gewinnbringend unterwegs seien nur die großen Fluglinien, die auch Langstrecken fliegen. Genau in der Mitte befänden sich Unternehmen wie beispielsweise die AUA. Perspektive Diese habe laut dem Luftfahrtexperten aber durchaus gute Perspektiven - nicht zuletzt wegen der Eingliederung in den Lufthansa-Verbund. Aber auch die Fokussierung auf Osteuropa ("Die Wachstumsregion Europas") sei positiv zu bewerten. Schulte-Strathaus rechnet damit, dass der designierte AUA-Boss Jaan Albrecht genau diese Strategie weiter forciere.

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(kurier) Erstellt am
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