Wirtschaft 14.01.2013

Euro steigt auf höchsten Stand seit Februar 2012

Investoren kehren in den Euro zurück und treiben Kurs auf Elf-Monats-Hoch.

Euro-Dollar.Mario Draghi sei Dank. Der Präsident der Europäischen Zentralbank ( EZB) hat mit seinen wiederholten Aussagen, die EZB werde einen Zerfall der Eurozone zu verhindern wissen, die Finanzmärkte überzeugt: Das Vertrauen der Investoren ist zurückgekehrt, sie legen ihr Geld wieder vermehrt in Euro an.

Die Folge: Der Kurs des Euro zum Dollar ist am Montag mit 1,3401 auf den höchsten Stand seit elf Monaten geklettert. Dass damit eine Kursrallye eingeleitet wurde, die den Euro in Richtung 1,40 Dollar treibt, glaubt Stefan Bruckbauer, Chef-Ökonom der Bank Austria nicht. „Die Rückendeckung der EZB für die Eurozone ist gut. Damit entsteht ein Zug in den Euro hinein, nachdem es im ersten Halbjahr 2012 eine Flucht aus dem Euro gab“, sagt Bruckbauer.

Die Aussage Draghis am vergangenen Donnerstag, wonach die konjunkturelle Entwicklung in Europa optimistisch einzuschätzen sei, habe auch ängstliche Investoren überzeugt. Die Stabilitätspolitik der EZB fördere das Vertrauen in die Währung. Bruckbauer erwartet, dass die Zinsen in Europa früher als in den USA steigen werden – allerdings erst ab 2014.

Gut ist der Euro-Anstieg auch für Franken-Kreditnehmer. Denn der Franken ist gegenüber dem Euro leicht gefallen.

( Kurier ) Erstellt am 14.01.2013