Wirtschaft 17.03.2012

"Erfinder" von Red-Bull-Formel gestorben

Chaleo Yoovidhya hielt bisher 49 Prozent des Weltkonzerns. Der Partner von Dietrich Mateschitz wurde 89 Jahre alt.

Der thailändische Milliardär, dessen Firma vor Jahrzehnten die Formel für den Energydrink Red Bull erfand, ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Die staatlichen Medien berichteten unter Berufung auf den Verband der Getränkeindustrie, Chaleo Yoovidhya sei am Samstag eines natürlichen Todes gestorben. Chaleo hatte die Firma T.C. Pharmaceuticals gegründet. In den 70er Jahren entwickelte das Unternehmen einen Energy-Drink mit dem Namen Krathing Daeng - ins Englische übersetzt "Red Bull".

Welterfolg

Dietrich Mateschitz
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Gemeinsam mit dem Österreicher Dietrich Mateschitz (der KURIER führte mit dem gebürtigen Steirer kürzlich ein Interview) gründete Chaleo 1984 ein weiteres Unternehmen, und Red Bull wurde zu einer globalen Marke. Das US-Magazin "Forbes" zählte Chaleo zu den reichsten Männern der Welt. Sein Vermögen wird auf fünf Milliarden Dollar geschätzt.
Der Red-Bull-Konzern gehört zu 49 Prozent Mateschitz, weitere 49 Prozent hielt bisher Chaleo Yoovidhya via seinem Unternehmen TC Agro Trading Company Ltd. und zwei Prozent hält sein Sohn Chalerm.

Chaleo Yoovidhya war zweimal verheiratet und hatte insgesamt elf Kinder. Laut Medien stammte er aus einer Familien chinesischer Herkunft, die im Norden von Thailand von der Entenaufzucht und dem Obsthandel lebte. Chaleo ging demzufolge nach Bangkok, um seinem Bruder in dessen Apotheke zu helfen. Er wurde später Kaufmann und gründete eine Pharmafirma. Red Bull kreierten er und Mateschitz, der in Asien auf Energydrink-Entdeckung ging, 1987.

Sport

Red Bull: Großer Name im internationalen Sport
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Das Getränk beinhaltet u.a. die Säure Taurin, Koffein und Vitamine. Es ist in mehr als 70 Ländern erhältlich.

Red Bull besitzt weltweit mehrere Fußballclubs - darunter Red Bull Salzburg - sowie den Formel-1-Rennstall Red Bull und ist tritt als Sponsor im Extremsportbereich auf. Derzeit sorgt der Konzern mit dem "Stratos"-Projekt für Aufsehen.

( APA ) Erstellt am 17.03.2012