In this Dec. 5, 2012 photo, the sun sets behind an oil pump jack and the Rocky Mountains near Fredrick, Colo. Citizen fears about hydraulic fracturing, a drilling procedure used to pry oil and gas from rock deep underground, have made "fracking" the hottest political question in Colorado. In November, citizens in the Denver suburb of Longmont voted overwhelmingly to ban fracking despite heavy opposition from the oil and gas industry and warnings of lawsuits. Now the fracking debate is rocking small local governments _ and leaving the industry wondering how to proceed in a state that has long embraced the oil and gas industry. (Foto:Ed Andrieski/AP/dapd)

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Energie
03/25/2013

Erdöl: Schon bald wird es eng

Eine Studie der Energy Watch Group sagt einen Spritpreis von zwei Euro in fünf Jahren voraus.

Fossile Brennstoffe gehen weltweit schneller zu Neige, als bisher angenommen. Das Fördermaximum für alle fossilen Energien zusammengenommen werde bereits vor 2020 eintreten, zitierte die "Frankfurter Rundschau" am Montag aus einer Studie der Expertengruppe Energy Watch Group. Am kritischsten sei die Lage beim Erdöl; durch tendenziell steigende Rohölpreise komme bereits in den nächsten fünf Jahren ein Spritpreis von zwei Euro in Sicht, sagte Hauptautor Werner Zittel.

Die Förderung von konventionellem Erdöl, das mit klassischen Fördermethoden gewonnen wird, geht laut der Studie seit 2008 zurück. Derzeit seien die Anstrengungen der Ölindustrie vor allem darauf ausgerichtet, das aktuelle Förderniveau zu halten, indem sie den Rückgang bei den produzierenden Ölfeldern mit Bohrungen in der Tiefsee und der besonders umweltschädlichen Gewinnung von Öl aus Teersanden wettmache, schreibt dieFR. Die Entwicklung von Tiefseeölfeldern bleibe jedoch "weit hinter den Erwartungen zurück" und auch der Förderzuwachs von Teersand-Öl in Kanada falle geringer aus als geplant.

Fracking bringt nicht viel

Auch der jüngste Öl- und Gasboom in den USA durch die umstrittene Fracking-Technologie (siehe Artikelende) werde nicht von Dauer sein. Studienautor Zittel erwartet, dass die Förderung des aus schwer zugänglichen Gesteinsschichten gewonnenen Öls in den USA zwischen 2015 und 2017 ihr Maximum erreicht und dann stark sinkt.

Die Experten halten demnach die jüngsten positiven Prognosen der Internationale Energieagentur (IEA) für unrealistisch. Die IEA hatte in ihrem World Energy Outlook eine hohe Verfügbarkeit von fossilen Energien vorausgesagt - unter anderem dank der Fracking-Technik bei Öl und Gas, Tiefbohrungen und Teersand-Gewinnung für Öl- und Kohlevorkommen.

Was Kohle betrifft, räumen die Experten der Energy Watch Group zwar ein, dass die weltweiten Vorkommen reichlich seien. Da der CO2-intensive Brennstoff auf dem Weltmarkt aber nur von wenigen Exportstaaten wie Australien und Indonesien erhältlich ist, werde auch hier "die Versorgungslage in wenigen Jahren angespannter sein als ein oberflächlicher Blick erwarten lässt". Keine Chancen sehen die Wissenschaftler auch darin, die wachsende Energielücke mit mehr Atomkraft zu schließen. Zumal die weltweite Uranförderung auch an Grenzen stoße.

Fracking

Beim Fracking wird Wasser mit Chemikalien unter hohem Druck in das Gestein gepresst, so dass die Ausbeute deutlich höher wird. In den USA hat der flächendeckende Einsatz dieser Technik zu einer deutlich höheren Gasförderung und einem massiven Preisverfall von Erdgas geführt. Die Methode ist seit einigen Jahren in das Visier von Umweltschützern geraten. Sie befürchten negative Auswirkungen auf das Grundwasser und eine erhöhte Gefahr von Erdbeben.

Bilder: Bohrende Fragen zum Thema Schiefergas

REUTERSA pedestrian walks near a no drilling sign in Eagles Mere, Pennsylvania, September 5, 2010. In the rush to develop Americas biggest new source of domestic energy, one community is fighting to protect its rural way of life from the environmental str

ReutersA drilling rig in the Eagle Ford Shale in South Texas is seen in this Petrohawk Energy Corporation handout photograph released to Reuters on July 14, 2011. Mining and oil company BHP Billiton unveiled a $12.1 billion agreed takeover of U.S. gas pro

Grafik

REUTERSWorkers change drilling pipes on the rotary table of a natural gas drilling rig near Towanda, Pennsylvania, February 3, 2010. Energy companies drilling for natural gas in Pennsylvania’s Marcellus Shale would have to pay a wellhead tax under a prop

APA

REUTERSA well is seen at test drilling site Markowola-1 near Kozienice, central Poland, where Polands gas monopoly PGNiG hopes to find large amounts of shale gas July 9, 2010. Several West European and U.S. companies plan to explore for shale gas on Polan

REUTERSWorkers chat at a test drilling site Markowola-1 near Kozienice,central Poland, where Polands gas monopoly PGNiG hopes to find large amounts of shale gas July 9, 2010. Several West European and U.S. companies plan to explore for shale gas on Poland

REUTERSA well is seen through stalks of grain at test drilling site Markowola-1 near Kozienice, central Poland, where Polands gas monopoly PGNiG hopes to find large amounts of shale gas July 9, 2010. Several West European and U.S. companies plan to explor

AP** FILE ** In this Oct. 29, 2008 file photo, workers stack the steel shafts, used in drilling wells thousands of feet into the earth to get to the Marcellus shale, on a farm in Houston, Pa. Pennsylvanias 1984 Oil and Gas Act forced companies to comply w

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