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Energiepreismonitor
01/09/2015

Anbieterwechsel bringt bis zu 508 Euro im Jahr

Sparpotenzial je nach Region zwischen 199 Euro in Tirol und 508 Euro in Linz. E-Control: Große Energieanbieter senkten Preise kaum.

Ein Wechsel des Gas- und Stromlieferanten kann eine Ersparnis von bis zu 508 Euro im Jahr bringen, geht aus dem heute vom Wirtschaftsministerium veröffentlichten Energiepreismonitor hervor. Die Bandbreite des Sparpotenzials beim Wechsel vom regionalen Standardanbieter zum günstigsten Lieferanten liegt demnach je nach Region zwischen 199 Euro in Tirol und 508 Euro in Linz.

"Ein Anbieterwechsel entlastet nicht nur das Haushaltsbudget, sondern verstärkt auch den Wettbewerb am heimischen Energiemarkt. Dieses Potenzial sollte daher noch stärker genutzt werden", so Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) am Freitag in einer Pressemitteilung.

Bundesländervergleich

Für Strom gibt ein Durchschnittshaushalt mit einem Jahresverbrauch von 3.500 Kilowattstunden (kWh) pro Jahr zwischen 642 Euro (Netzgebiet Tirol) und 794 Euro (Netzgebiet Kärnten) aus, geht aus dem Energiepreismonitor des Wirtschaftsministeriums hervor, der auf Berechnungen und Erhebungen der Energieregulierungsbehörde E-Control beruht. Das Einsparpotenzial beträgt zwischen 87 Euro in Tirol oder Vorarlberg und 198 Euro in Oberösterreich inklusive Netzgebiet Linz.

Die Gasrechnung beträgt für einen Durchschnittshaushalt mit 15.000 kWh Jahresverbrauch zwischen 936 Euro pro Jahr in Vorarlberg und 1.217 Euro pro Jahr im Netzgebiet Klagenfurt. Das Einsparpotenzial beim Wechsel vom Standardanbieter zum günstigsten Anbieter liegt zwischen 110 Euro (Tirol) und 310 Euro (Linz).

Große Energieanbieter senken Preise kaum

Von den fallenden Börsenpreisen für Gas merkten die Privatkunden großer Anbieter derzeit noch wenig, heißt es inRadio Wien. Die großen Energieanbieter hätten die Preise wenig oder gar nicht gesenkt, so E-Control-Vorstand Walter Boltz. Ein Wechsel zahle sich laut E-Control vor allem im Osten Österreichs aus, Landesenergieversorger wie EVN und Wien Energie hätten langfristige Lieferverträge zu hohen Tarifen abgeschlossen. "Den Unternehmen geht es wirtschaftlich nicht besonders gut. Sie müssen teilweise das Gas aufgrund von Langfristverträgen weiter teurer einkaufen als es auf den Börsen verfügbar ist", so Boltz lautRadio Wien. Sie würden versuchen, die Mehrkosten auf Kleinkunden abzuwälzen. Im Moment gelinge das bei Kunden, die noch nicht gewechselt hätten. In Wien könnten bis zu 250 Euro eingespart werden.

2014 hätten rund 3 Prozent der Haushaltskunden ihren Gaslieferanten gewechselt, ein historisch hoher Wert. Puncto Versorgungssicherheit seien alle Lieferanten vergleichbar.

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