Wirtschaft 13.03.2013

Energiekosten: Anstieg um 46 Prozent seit 2009

ARCHIV - ILLUSTRATION - Flammen an einem Gasherd, fotografiert am 23.03.2008 in Würzburg. Mindestens 149 Gasversorger erhöhen na… © Bild: dpa/Karl-Josef Hildenbrand

2012 zahlten heimische Haushalte 288 Euro monatlich für Energie - um 5,5 Prozent mehr als im Jahr davor.

Herr und Frau Österreicher mussten im Vorjahr für ihre Energierechnung tiefer in die Tasche greifen. Nach Berechnungen der Österreichischen Energieagentur stieg der Energiepreisindex (EPI) im Jahresschnitt um 5,5 Prozent an.

Das ist zwar nur halb so kräftig wie im Jahr davor, aber mehr als doppelt so stark wie der allgemeine Verbraucherpreisindex (2,5 Prozent). Ohne energierelevante Positionen hätte der VPI 2012 nur um 2,1 Prozent zugelegt.

Insgesamt gaben die heimischen Privathaushalte 2012 mehr als 12,7 Mrd. Euro für Energie aus - das sind im Schnitt monatlich rund 288 Euro pro Haushalt und laut Energieagentur etwa ebenso viel wie im Jahr davor.

Hälfte geht für Treibstoff auf

Tanken ist teuer
© Bild: KURIER / Gruber Franz
Mehr als 50 Prozent der energetischen Haushaltsausgaben wurden fürVerkehr(Benzin und Diesel) getätigt, rund 26 Prozent entfielen aufRaumwärme und Warmwasserund 22 Prozent aufStrom.

2012 spiegelte der EPI vor allem die Schwankungen bei Heizöl, Superbenzin und Diesel wider. Den größten Beitrag zum Anstieg des EPI lieferte dabei Heizöl mit einem Plus von 8,4 Prozent. Die Preise für Treibstoffe (Diesel und Eurosuper) stiegen im Jahresdurchschnitt um 6,1 bzw. 6,7 Prozent.

Anstieg um 46 Prozent seit 2009

Von 2009 bis 2012 stiegen die Haushaltsausgaben für Energie laut Energieagentur um 46 Prozent, wobei der größte Anstieg in den Jahren 2010 und 2011 erfolgte. Auch hier war ein Großteil des Zuwachses auf Preissteigerungen bei Diesel und Eurosuper zurückzuführen. Da der Verbrauch von Eurosuper in dem Zeitraum rückläufig war, wurde die Steigerung der Ausgaben je Haushalt für Eurosuper allein durch Verteuerungen verursacht. Die steigenden Kosten je Haushalt für Diesel seien den gleichzeitigen Verbrauchs- und Preisanstiegen geschuldet, so die Energieagentur.

Heizen im Vergleich

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ARCHIV - Tankwagenfahrer Marcel Redlich rollt am 21. Okt. 2008 nach der Lieferung von Heizoel in Rehmsdorf, Sachsen-Anhalt, den … © Bild: AP/Eckehard Schulz
Im Jahr 2012 legte derHeizölpreisgemessen an den Wachstumsraten der Monatsdurchschnittswerte um 8,4 Prozent zu, deutlich stärker als noch 2011 mit damals 21,4 Prozent Preisschub.

Die Diesel-Verteuerung schwächte sich von 20,4 auf 6,1 Prozent ab, der Anstieg beim Eurosuper-Preis von 14,3 auf 6,7 Prozent, vergleicht man die beiden Vorjahre miteinander.

Brennholz verteuerte sich 2012 gegenüber dem Jahresdurchschnitt 2011 um 1,5 Prozent. Holzbriketts verbilligten sich geringfügig um 0,4 Prozent, die Preise für Holzpellets stiegen um knapp 1 Prozent.

Fernwärme verteuerte sich im Jahresschnitt um 8,3 Prozent, Gas um 5,0 Prozent, Strom dagegen nur um 0,9 Prozent.

Erstellt am 13.03.2013