Sheikh-Ahmed in einer-First-Class-Suite

© /Emirates

Billiges Kerosin
05/10/2016

Emirates fliegt Rekordgewinn ein

1,7 Milliarden Dollar, 29 neue Großraumflugzeuge.

von Andrea Hodoschek

Emirates, staatliche Airline aus Dubai, ersparte sich im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2015/16 (zum 31. März) dank der niedrigen Ölpreise 5,4 Milliarden Dollar bei den Treibstoffkosten (minus 31 Prozent). Mit einem Anteil an den gesamten Betriebskosten von 26 Prozent bleibt Kerosin aber nach wie vor der größte Kostenfaktor der aufstrebenden Airline. Der Gewinn stieg um 56 Prozent auf den neuen Rekordwert von umgerechnet 1,7 Milliarden Euro.

Die Zahl der Passagiere erhöhte sich um acht Prozent auf knapp 52 Millionen Fluggäste. Der Sitzfaktor (Auslastung) verschlechterte sich zwar von knapp 80 auf 76,5 Prozent, allerdings wurde die Sitzkapazität (Avialable Seat Kilometres) um 13 Prozent nach oben geschraubt. Europa ist mit einem Anteil von 28 Prozent am Gesamtumsatz von 23,2 Milliarden Dollar der größte Herkunftsmarkt.

Der Höhenflug der US-Währung in den wichtigsten Emirates-Märkten drückte allerdings den Umsatz um 1,6 Milliarden Dollar und das Gesamtergebnis um 1,1 Milliarden Dollar. Die gesamte Emirates Group, zu der neben der Airline noch Abfertigungs-Gesellschaften, Hotels und die Frachtdivision SkyCargo gehören, liefert an den staatlichen Eigentümer, die Investment Corporation of Dubai, 681 Millionen Euro Dividende ab.

Größte A380-Flotte

Im Geschäftsjahr wurden 29 neue Flugzeuge angeliefert - 16 Airbus A380, zwölf Boeing 777-300ER und eine Boeing-777-Frachtmaschine. Die Flotte der Überflieger vom Golf umfasst derzeit 251 Großraumflugzeuge. Emirates ist nach wie vor der weltweit größte Betreiber des Riesenvogels A380 (75 Stück) und der Boeing 777. Das Durchschnittsalter der Flotte liegt bei 74 Monaten. Zum Vergleich: Im weltweiten Branchenschnitt sind die Airline-Flotten 140 Monate alt.

WLAN an Bord

Insgesamt investierte Emirates mehr als 4,7 Milliarden Euro in neue Flugzeuge und Technologie. Knapp 22 Millionen Dollar wurden in WLAN an Bord investiert. Derzeit sind bereits 70 Prozent der Maschinen mit diesem kostenlosen Service ausgestattet.

Im laufenden Geschäftsjahr will Emirates-Chairman Sheikh Ahmed bin Saeed Al Maktoum, die Profitabilität der Airline weiter steigern. Als "Herausforderung" nannte er bei der Bilanz-Präsentation den starken US-Dollar und die "drohende Gefahr durch Protektionismus in einigen Ländern". Das zielt in Richtung der US-Konkurrenz und der europäischen Airlines, die ihre Heimatmärkte gegen die Überflieger aus der Wüste abschotten wollen.

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