Wirtschaft
05.12.2011

E-Control: "Effizienz zum Thema machen"

Der möglichst rasche Tausch alter Strom- und Gaszähler sei ein weiterer Schritt hin zu mehr Energieeffizienz.

Der Ruf nach einer Österreich-weiten Kraftanstrengung für mehr Energie-Effizienz wird lauter. Nachdem bereits die Wirtschaftskammer vergangene Woche die Politik zu mehr diesbezüglichem Engagement aufgefordert hatte, legt die E-Control nun nach. "Energie-Effizienz muss zum Thema gemacht werden", insistiert Martin Graf, Vorstand der Regulierungsbehörde.

Beim Ökostrom sei zuletzt viel geschehen, lobt Graf. Aber ohne Sparmaßnahmen werde das Plus beim Grünstrom durch die jährlichen Energieverbrauchszuwächse ganz einfach wieder weggefressen. Deshalb ist auch in der heimischen Energiestrategie das Einfrieren des Energieverbrauchs auf dem Niveau von 2005 ein zentraler Punkt.

Politisch weitergegangen ist seit der Vorstellung der Strategie Anfang 2010 allerdings wenig. Immerhin, wirft Graf ein, wurde dem Nationalrat im Juli ein Entschließungsantrag zur Vorbereitung eines Energieeffizienzgesetzes übermittelt. Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner solle bis Juni 2012 einen entsprechenden Entwurf ausarbeiten, heißt es da.

Wichtig sei es, ganz konkrete Sparziele zu definieren, sagt Graf. Die gesetzlichen Grundlagen sollten stärker beim Bund und nicht, wie bisher, bei den Ländern angesiedelt sein.

Intelligente Zähler

Ein weiterer Schritt hin zu mehr Energieeffizienz sei der möglichst rasche Tausch alter Strom- und Gaszähler. Diese sollen durch sogenannte Smart Meter ersetzt werden, die durch eine zeitnahe Übermittlung der Verbrauchsdaten den Konsumenten beim Energiesparen helfen sollen. Die Begutachtungsfrist für eine E-Control-Verordnung über die technischen Mindestanforderungen der Zähler endet kommende Woche.