Wirtschaft
14.03.2014

DiTech-Tochter "dimotion" ist pleite

Schulden betragen 1,08 Mio. Euro. DiTech-Insolvenzanmeldung auf nächste Woche verschoben. Gutscheine werden derzeit nicht eingelöst.

Eigentlich war für Freitag der Sanierungsantrag des Computerhändlers DiTech erwartet worden, doch dieser soll erst Anfang nächster Woche eingebracht werden. Es wird offenbar noch mit einem potenziellen Investor über die Finanzierung verhandelt.

Dimotion

Indes hat die DiTech-Tochterfirma dimotion GmbH am Freitag eine Konkursantrag eingebracht. Das bestätigt der Gläubigerschutzverband KSV1870. „Die dimotion GmbH selbst stellt PC-Systeme und Notebooks unter der Eigenmarke „dimotion“ her und den Zusammenbau von Servern, PC-Systemen und Laptops für DiTech unter der Eigenmarke „dimotion“ durchgeführt“, heißt es seitens des KSV1870. Die Tochterfirma hat 605.000 Euro Schulden bei ihren Lieferanten, und 475.000 Euro bei der Mutter. Der Betrieb sei de facto bereits geschlossen, die Mitarbeiter sollen von DiTech übernommen werden. Auslöser der Pleite ist die wirtschaftliche Schieflage der Muttergesellschaft DiTech GmbH.

Sanierungsverfahren

Beim von DiTech angestrebten Sanierungsverfahren mit Fremdverwaltung müssen innerhalb von zwei Jahren mindestens 20 Prozent der Schulden bezahlt werden und die Mehrheit der Gläubiger muss dem Sanierungsplan zustimmen.

DiTech hat zurzeit 255 Mitarbeiter und betreibt 22 Filialen in Österreich. Anfang der Woche hatte das Unternehmen den Abbau von 60 bis 80 Mitarbeitern und das Aus für "einige" Filialen angekündigt.

Für Kunden wichtig: Gutscheine werden derzeit nicht eingelöst.

DiTech hat sich bei seiner rasanten Expansion übernommen und muss nun Insolvenz anmelden. Noch diese Woche will das Unternehmen ein Sanierungsverfahren beim Handelsgericht Wien anmelden. Die Anzahl der Mitarbeiter soll um 60 bis 80 Personen reduziert werden, so Firmengründer und Ditech-Geschäftsführer Damian Izdebski am Montag in einem "Offenen Brief".