Viele Immobilien stehen wegen unrealistisch hoher Preise leer

© KURIER/Franz Gruber

Immobilien
10/12/2016

Der Wohnungspreis ist leider viel zu heiß

Eigentümer wollen deutlich zu viel, daher gibt es viele Leerstände.

von Andreas Anzenberger

Die Eigentümer von Immobilien haben bisweilen Preisvorstellungen, die 30 bis 40 Prozent über dem Marktwert liegen, berichtet der Präsident vom Immobilienring, Georg Spiegelfeld. "Standard-Eigenheime können nicht die Preise von Top-Immobilien erzielen." Auch wenn manche Eigentümer das gerne so hätten.

Die überzogenen Preisvorstellungen haben zur Folge, dass Immobilien in einigen Wiener Bezirken, wie etwa Döbling, wegen unrealistischer Preise leer stehen. Spiegelfeld empfiehlt daher Schätzgutachten zur Preis-Bestimmung.

Das gilt insbesondere für Gründerzeit-Villen. Diese Gebäude müssen oft nach dem Kauf noch teuer saniert werden. Dazu kommt, dass die Grundrisse nicht passen. Bisweilen müssen etwa nachträglich Badezimmer eingebaut werden.

Reiche Russen

Manche Eigentümer würden nach wie vor von der falschen Annahme ausgehen, dass die reichen Russen ohnehin alles kaufen, was auf den Markt kommt, weiß Spiegelfeld. Die Nachfrage nach Wohnraum sei zwar nach wie vor gegeben, aber viele Wohnungsuchende könnten sich keine hohen Mieten leisten.

Der Vizepräsident vom Immobilienring, Andreas G. Gressenbauer, spricht von der "Prospekt-Rendite". Den Leuten werde in Prospekten eine Rendite von vier Prozent versprochen. Dies sei aber nur unter der Annahme möglich, dass eine Miete in der Höhe von rund 16 Euro pro Quadratmeter bezahlt wird. "Das ist nicht realistisch", betont Gressenbauer. Nun zeige sich, ob Immobilien-Projekte auf der Grundlage von realistischen Annahmen geplant und ausgeführt worden sind.

Mietwohnungen: Nachfrage im Westen

Bisher war es so, dass Mietwohnungen vor allem in Ostösterreich nachgefragt wurden, während in Westösterreich Wohnungseigentum deutlich beliebter war. Doch nun hat eine Angleichung stattgefunden. "Die Nachfrage nach Miet-Objekten ist im Westen stärker geworden", so Spiegelfeld.

Die rund 400 eigenständigen Makler vom Immobilienring planen eine gemeinsame Immobilienplattform. Ab 2017 sollen die Makler auch Zugriff auf die Projekte anderer Makler haben. Im angloamerikanischen Ländern sind solche Plattformen branchenüblich.

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