APA14070540 - 09082013 - WIEN - ÖSTERREICH: THEMENBILD - Das Firmenlogo einer dayli-Filiale in Wien; fotografiert am Freitag, 09. August 2013. Bis heute Mittag, 12.00 Uhr, muss ein Investor eine Bankgarantie in Höhe von 1,15 Mio. Euro auftreiben, sonst wird die insolvente Drogeriekette dayli (vormals Schlecker) mit derzeit noch 2.200 Mitarbeitern in Österreich geschlossen. APA-FOTO: GEORG HOCHMUTH

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Nachforderungen
08/20/2013

dayli-Beschäftigte fordern 5,8 Millionen Euro

Ausstehende Gehälter von 3466 Beschäftigten sollen aus dem Insolvenzentgeltfonds beglichen werden.

Immer noch haben die früheren dayli- Beschäftigten einen Teil ihre Gehälter nicht ausbezahlt bekommen. Am Dienstag hat die Arbeiterkammer beim Landesgericht Linz nun die Forderungen von 3466 Mitarbeitern in der Höhe von insgesamt 5,81 Millionen Euro angemeldet.

Darin enthalten sind die ausstehenden Juni-Gehälter, Urlaubs- und Weihnachtsgelder sowie Nachzahlungen, so Herbert Schnetzinger, Insolvenzexperte der Arbeiterkammer Linz. Er rechne in frühestens zwei Wochen mit der Auszahlung an die Beschäftigten durch den staatlichen Insolvenzentgeltfonds (IEF).

Die dayli-Insolvenzverwaltung habe diese Forderungen bereits geprüft und zur Auszahlung durch den Fonds freigegeben, teilte Masseverwalter Rudolf Mitterlehner (Bild) am Dienstag mit. Die Arbeiterkammer lobt die "gute und enge Zusammenarbeit mit der Insolvenzverwaltung". "Während unsere Experten alle nötigen Dokumente zusammengetragen und die Anmeldungsforderung erstellt haben, hat der Masseverwalter bereits zu prüfen begonnen", so AK-OÖ-Präsident Johann Kalliauer.

Die durch die Beendigung der Dienstverhältnisse entstehenden Ansprüche auf Kündigungsentschädigung, Urlaubsentschädigung und Abfertigung würden in den nächsten Wochen abgerechnet, und ebenfalls von der Arbeiterkammer beim Landesgericht Linz und beim Insolvenzentgeltsicherungsfonds angemeldet.

"Wir bemühen uns weiterhin, das Unternehmen ganz oder in Teilen zu verkaufen."

Keine neuen Nachrichten gibt es zu einem vom Masseverwalter anvisierten "Asset-Deal", bei dem Investoren Teile des dayli-Betriebs aus der Konkursmasse herauskaufen. "Zu den Verkaufsverhandlungen möchte ich derzeit aus taktischen Gründen keinerlei Angaben machen - weder zur Anzahl der Interessenten noch zu ihren Hintergründen", so Insolvenzverwalter Mitterlehner. Zu hohe Erwartungen dämpft er aber: "Wir bemühen uns, das Unternehmen ganz oder in Teilen zu verkaufen und damit Arbeitsplätze zu erhalten, die Verhandlungen werden aber realistischer Weise doch einige Zeit dauern und ich weiß auch nicht, ob der Verkauf wirklich gelingt."

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