Windräder außerhalb von Peking

© APA/AFP/FRED DUFOUR/FRED DEFOUR

Alternative Energien
02/14/2016

China verbläst Europa in Sachen Windkraft

Im Reich der Mitte wird ein Drittel der weltweiten Windkraft produziert.

Noch nie wurden so viele neue Windräder aufgestellt wie 2015. Hauptverantwortlich war China. Fast die Hälfte des Ausbaus fand in der Volksrepublik statt. China hat damit bereits mehr Windkraft errichtet als die gesamte EU.

In Zahlen bedeutet das: 63.000 Megawatt an installierter Windkraftleistung kamen 2015 weltweit dazu, davon entfielen ganze 48 Prozent oder 30.500 MW auf China. Es folgten die USA, Deutschland, Brasilien, Indien und Kanada, geht aus der Statistik des Global Wind Energy Council (GWEC) hervor.

China vor Europa

Auch absolut gesehen hat China die Nase weit vorn (siehe Grafik). Die Volksrepublik stellt ein Drittel der weltweit installierten Windkraftleistung (145.104 MW von 432.419 MW). Zusammengezählt kommen die EU-Länder auf eine installierte Windkraftleistung von 141.578 MW. Österreich lag mit 2.411 MW per Ende 2015 auf Platz 14 in Europa.

Weltweit decken die Windräder knapp 5 Prozent des Stromverbrauchs, in der EU sind es schon mehr als 11 Prozent. In der EU ist Wind bereits die drittwichtigste Stromquelle nach Gas und Kohle, wie dereuropäische Windenergieverband EWEA vor wenigen Tagen berichtete.

Österreich: Projekte hängen in der Warteschleife

Was den Bau von Windrädern betrifft, mischt Österreich weltweit vorne mit, betont die IG Windkraft. Mehr als 170 Zulieferer und Dienstleister setzen mittlerweile mehr als 660 Mio. Euro im Jahr um. Der Großteil der Windradteile wird exportiert. Einer der Weltmarktführer ist die Vorarlbeger Firma Bachmann electronics, die im Windenergiebereich im Vorjahr um 17 Prozent gewachsen ist. Der schwedische Konzern SKF entwickelt an seinem Standort in Steyr (Oberösterreich) Hybridlager für Windkraftgeneratoren. In Österreich aber dürfte sich der Windkraftausbau heuer verlangsamen, fürchtet die IG Windkraft. Grund dafür sei, dass sich zahlreiche bereits genehmigte Projekte in der Förder-Warteschleife befänden (der KURIER berichtete).

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