China: Frust wegen verschärfter Zensur

REUTERSThe logo of Sina Corps Chinese microblog website "Weibo" is seen on a screen in this photo illustration taken in Beijing September 13, 2011. A stream of warnings in state media has exposed how nervous Beijing is about the booming microblogs and the
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Bevölkerung beklagt "kollektive Bestraftung" wegen Putsch-Gerüchten im Internet nach Politik-Skandal.

Die bisher schwersten Beschränkungen für Chinas soziale Medien haben Internetnutzer geschockt und frustriert. Einige beklagten am Montag empört den Mangel an Meinungsfreiheit. Andere werteten die Einschränkungen als "kollektive Bestrafung“ oder unmissverständliches Zeichen, dass die Diskussionen im chinesischen Internet auch jederzeit ganz abgeschaltet werden könnten.

Ursache für die bis Dienstag geltenden Maßnahmen waren tagelange wilde Internet-Gerüchte über einen Putsch, angeblich ungewöhnliche Militärbewegungen und einen Machtkampf in Peking.

Sina Weibo und Tencent

Die Zensur-Bemühungen demonstrieren die Spannungen im Zusammenhang mit dem Skandal um den Spitzenpolitiker Bo Xilai, dessen Absetzung Risse in der sorgfältig gepflegten Einigkeit der Parteispitze offenbarte.

Seit Samstag hat die Zensur den beiden großen Mikroblog-Diensten Sina und Tencent die Kommentarfunktion bei Beiträgen gesperrt. In diesen Twitter-ähnlichen, "Weibo“ genannten Kurzmitteilungsdiensten können sich damit keine langen Diskussionsstränge mehr entwickeln. Beiträge können nur noch einzeln gepostet oder weitergeleitet werden.

(dpa) Erstellt am
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