Wirtschaft
25.04.2017

Casinos-Chef Stoss tritt Ende 2017 ab

Karl Stoss, Chef der Casinos Austria, geht Ende des Jahres von Bord.

Paukenschlag bei den Casinos Austria: Der langjährige Generaldirektor Karl Stoss nimmt Ende des Jahres seinen Abschied. Das wurde heute im Zuge der Bilanzpressekonferenz für das Geschäftsjahr 2016 bekanntgegeben.

Er soll den Casinos-Aufsichtsratsvorsitzenden Walter Rothensteiner schon im Vorjahr darum gebeten haben, seinen Vertrag nicht mehr zu verlängern.

Stoss war von 1986 bis 1996 Partner im Management Zentrum St. Gallen. Ein Jahr später wurde er stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Generaldirektor-Stellvertreter der Österreichischen Postsparkasse AG, vier Jahre später wechselte er in den Vorstand der Raiffeisen Zentralbank AG. Im Jahr 2005 wurde er Generaldirektor der Generali Versicherung und der Generali Holding Vienna. Seit Mai 2007 ist er Generaldirektor der Casinos Austria AG. Seit Oktober 2009 ist Stoss Präsident des Österreichischen Olympischen Comité (ÖOC).

Die Casinos Austria und Österreichische Lotterien-Gruppe konnten 2016 in allen Geschäftsbereichen Umsatzsteigerungen erzielen. Der Konzernumsatz stieg um acht Prozent auf 3,88 Milliarden Euro. Das Betriebsergebnis stieg um 49 Prozent auf 150,1 Millionen Euro, das Konzernergebnis konnte sogar um 65 Prozent auf 91,2 Millionen Euro gesteigert werden. Die Spielteilnehmer und Gäste streiften Gewinne in der Höhe von 2,7 Milliarden Euro ein, das ist ein Zuwachs von 11,3 Prozent Erstmals in der Geschichte hat die Unternehmensgruppe mehr als 600 Millionen Euro (609,25 Millionen) an Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen abgeliefert.

„Wir haben unsere Hausaufgaben wirklich gründlich erledigt, haben mit einem tollen Team an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, mit deren großem, langjährigem Know-how, dem großartigen Engagement und der ausgeprägten Kunden- und Serviceorientierung eine außergewöhnliche Unternehmensgruppe aufgebaut, auf die auch die alten und neuen Eigentümer, allen voran die Staatsholding ÖBIB stolz sein können“, sagte Generaldirektor Karl Stoss am Dienstag. Für den Staat gab es seither nicht nur kontinuierliche Dividenden, an Steuern und Abgaben wurden in den vergangenen zehn Jahren über 5,5 Milliarden Euro abgeliefert.