Casinolizenzen: Ausschreibung gestartet

Auf welche Bewerber fällt die Kugel? Bisher wurden die Glücksspiellizenzen stets an die Casinos-Austria-Gruppe vergeben.
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Das Glücksspielmonopol fällt, die Casinos Austria bekommen damit Konkurrenz. Künftig gibt es 15 Spielbanken und einen Pokersalon.

Die Karten am österreichischen Glücksspielmarkt werden nach dem Fall des Monopols infolge eines EuGH-Urteils neu gemischt. Am Freitag startete das Finanzministerium die "öffentliche Interessentensuche" für die Casinolizenzen.

Zu vergeben sind 15 Spielbankkonzessionen sowie eine Berechtigung für den Betrieb eines Pokersalons. Das geht aus einer Bekanntmachung auf der BMF-Homepage hervor, die Freitagfrüh online gestellt wurde. "Die Bewerbungsfrist endet für jedes Bewerbungsverfahren zu unterschiedlichen Zeitpunkten", heißt es.

Konkurrenz

Bisher wurden die Glücksspiellizenzen stets "freihändig" an die Casinos-Austria-Gruppe vergeben, die alle 12 Spielbanken in Österreich betreibt. Nun droht dem Konzern erstmals Konkurrenz, denn die Konzessionen müssen nun europaweit ausgeschrieben werden. Statt 12 gibt es künftig 15 Spielbanken, zusätzlich wird eine Pokerlizenz vergeben.

Die Casinos Austria werden sich "selbstverständlich für alle Spielbanken und auch für die Pokerkonzession bewerben", sagte Sprecher Martin Himmelbauer am Freitag. Die alten Lizenzen laufen 2012 bzw. 2015 aus, Interesse wird auch dem niederösterreichischen Automatenkonzern Novomatic nachgesagt.

Die Interessentensuche für die begehrte Lotterielizenz ist indes schon in der heißen Phase, vier Bewerber haben bis Mitte August offiziell ihr Interesse angemeldet.

(APA / sho) Erstellt am
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