Wirtschaft
12.12.2017

Bund legt mehr Wert auf alternative Antriebe

Neues Fuhrparkmanagement der Bundesbeschaffungsagentur in Zusammenarbeit mit Raiffeisen Leasing.

Die Zulassungszahlen für alternative Antriebe steigen stark, wenn auch auf noch niedrigem Niveau. Förderungen des Bundes und einzelner Länder sollen ihnen einen weiteren Schub verpassen. Die Bundesbeschaffungsagentur (BBG) will nun selbst für mehr Zulassungen sorgen (wobei öffentliche Organe vom Gesetz her Förderungen nicht beanspruchen dürfen). Sie bietet seit Kurzem ein "Fuhrparkmanagement für alternativbetriebene Kraftfahrzeuge" mit Schwerpunkt Elektromobilität an. Vertragspartner ist Raiffeisen Leasing.

Generell wickelt die BBG zentral Einkäufe für öffentliche Organe ab und erreicht dadurch günstigere Preise – im Durchschnitt laut eigenen Angaben 18 Prozent. Beim Fuhrparkmanagement erfolgt die Beschaffung im Rahmen einer Finanzierung. "So wird das Risiko von Technologiesprüngen von öffentlichen Auftraggebern weitgehend ferngehalten, welches fast immer mit massiven Restwerteinbußen verbunden ist", heißt es seitens der BBG. Zunächst wird der bisherige Fuhrpark bzw. das Anforderungsprofil analysiert.

Breite Palette

Zum Beispiel wird überprüft, ob die Reichweite des E-Autos für die üblichen Strecken ausreicht und es wird ermittelt, welche ökologischen und ökonomischen Auswirkungen ein Wechsel hätte und welche Autos infrage kommen. Alle derzeit erhältlichen Serienfahrzeuge können bezogen werden. Das Paket beinhaltet Wartungsleistungen, Reifenmanagement, Versicherung sowie Monitoring und Evaluierung.

Bei einem BMW i3 etwa betragen die Kosten (Leasing, Wartung/Reifen, Verwaltungsentgelt, Versicherung) netto 491 Euro bei vier Jahren Vertragslaufzeit und 48.000 Kilometer-Leistung.