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Brau Union
10/22/2014

Bier wird ab Dezember wieder teurer

Schuld sind die Inflation, höhere Personalkosten und Preissteigerungen in anderen Produktsegmenten, argumentiert die Brau Union.

von Daniela Wahl

Schlechte Nachrichten für Liebhaber des Gerstensaftes: Marktführer Brau Union erhöht ab 1. Dezember die Bierpreise um im Schnitt 2,5 Prozent.

Die zum Heineken-Konzern gehörende Brau Union (Hauptmarken: Gösser, Zipfer, Schwechater, Puntigamer und Reininghaus) begründete die Entscheidung am Mittwoch mit Inflation, höheren Personalkosten und Preissteigerungen in anderen Produktsegmenten, darunter Entsorgungsgebühren bei Einwegverpackungen. Zudem liege der Fokus derzeit verstärkt auf heimischen Rohstoffen, was ebenfalls ins Gewicht fällt.

"Moderat erhöhte Preise"

Einen Teil habe das Unternehmen durch interne Einsparungen auffangen können, heißt es in einer Mitteilung. Trotzdem müssten die gestiegenen Kosten durch "moderat erhöhte Preise" kompensiert werden.

Am Mittwoch hat der niederländische Heineken-Konzern seinen Quartalsbericht veröffentlicht. Wie praktisch in ganz Europa hat das saison-untypische nasskalte Sommerwetter auch bei der österreichischen Tochter Brau Union den Absatz im dritten Quartal sinken lassen (mehr dazu siehe unten).

Bilder: Die ausgefallensten Biersorten

Schlechtwetter beschert Heineken Durststrecke

Der Bierkonzern Heineken - zu dem in Österreich die Brau Union gehört - hat im wichtigen Sommerquartal das schlechte Wetter in Europa zu spüren bekommen. Konzernweit lagen der Umsatz im 3. Quartal mit 5,1 Mrd. Euro und der Verkauf mit 48 Mio. Hektolitern knapp auf Vorjahreshöhe. Mehr verkauft wurde im wesentlichen in Asien und Afrika. In Europa - speziell in Osteuropa - ließ der Bierdurst aus.

Die Umsätze in der Region Zentral/Osteuropa blieben auf vergleichbarer Basis mit 820 Mio. Euro um 6,4 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum, insgesamt aber - vor allem nach Währungseffekten und Änderungen im Konsolidierungskreis - um 8,5 Prozent hinter dem Wert vom 3. Quartal 2013. Der Bierabsatz in der Region lag heuer im Sommer mit 12,2 Mio. hl um 6,6 Prozent darunter.

In seinem Quartalsbericht sprach der Konzern von einem herausfordernden Umfeld vor allem in Russland, Polen und Rumänien sowie einer insgesamt unerfreulichen Wetterlage in der gesamten Region. In Polen toben Preiskämpfe. Im Russland-Biergeschäft fiel unter anderem die schwächer werdende Wirtschaftslage ins Gewicht, aber auch eine Gesetzesinitiative zur Eindämmung des Alkoholkonsums, was dort zu einem deutlichen, aber einstelligen, Absatzrückgang geführt hat.

Die Region Osteuropa war früher bei der Heineken-Ostzentrale in Wien angesiedelt. Mittlerweile ist die Konzernzentrale in Amsterdam auch für diese Region direkt zuständig. Zu Heineken gehört in Österreich die Brau Union mit den Hauptmarken Gösser, Zipfer, Schwechater, Puntigamer und Reininghaus. Laut Heineken-Quartalsbericht hat das saison-untypische kalte und feuchte Sommerwetter auch den österreichischen Bierabsatz im Quartal sinken lassen.

In Westeuropa setzten die Brauereien des Heineken-Konzerns auf vergleichbarer Basis um 3,1 Prozent weniger ab, auch die Erlöse im umsatzstärksten Markt der Brauer gaben entsprechend nach. Leicht zugelegt hat der Absatz in Nord- und Südamerika, in Summe um 3,2 Prozent. Solides Absatzwachstum meldete der Konzern aus der Region Afrika/Nahost (plus 6,5 Prozent) am stärksten zugelegt haben die Verkäufe in der Region Asien/Pazifik (plus 8,7 Prozent).

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