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Mutmaßlicher Betrugsskandal
06/01/2017

Betrug um Goldprofessionell Austria: Geschäftsführer wieder in U-Haft

Firma soll mehr als 2.200 Anleger in Deutschland, Österreich und der Schweiz hinters Licht geführt haben. Nach Beschwerde der WKStA ist Geschäftsführer erneut in Haft.

Im mutmaßlichen Betrugsskandal um die Salzburger Firma Goldprofessionell Austria, der von der Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) untersucht wird, befindet sich der Geschäftsführer Torsten K. seit Anfang Mai wieder in U-Haft. Die Sprecherin des Wiener Landesgerichts, Christina Salzborn, bestätigte am Donnerstag Informationen der APA.

WKStA legte erfolgreich Beschwerde ein

Der 49-Jährige war Ende März nach fünfmonatiger Inhaftierung gegen gelindere Mittel auf freien Fuß gesetzt worden. Für die zuständige Richterin war "nicht mehr zwangsläufig Tatbegehungsgefahr anzunehmen", wie sie im Enthaftungsbeschluss feststellte. Dagegen legte die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) Beschwerde ein, der das Wiener Oberlandesgericht (OLG) Folge gab. Der gebürtige Deutsche befindet sich seit einigen Wochen wieder in der Justizanstalt Wien-Josefstadt.

Ermittlungen wegen Betrugs - 2.200 Anleger betroffen

Gegen Torsten K. und Mathias L. - dieser war Prokurist der im November 2016 in die Insolvenz geschlitterten Goldprofessionell Austria - wird von der Staatsanwaltschaft Wien wegen schweren gewerbsmäßigen Betrugs ermittelt. Sie sollen von zumindest 2012 bis Juni 2016 mehr als 2.200 Anleger in Deutschland, Österreich und der Schweiz hinters Licht geführt haben. Die WKStA geht von einem Schadensbetrag von zumindest fünf Mio. Euro aus. Den Verdächtigen wird vorgeworfen, ihre Opfer zum Abschluss von sogenannten Edelmetallsparplänen verleitet zu haben, wobei sie die ihnen zum Ankauf von Gold und Silber überlassenen Gelder zu einem Gutteil anderweitig - nämlich für private Zwecke - verwendet haben sollen.

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