Bernanke: US-Wirtschaft noch nicht über Berg

Die Fed ist "bereit" zu handeln. Doch welche Maßnahmen sie ergreifen will um die US-Wirtschaft anzukurbeln, ließ Ben Bernanke vorerst offen.
Foto: APA/MICHAEL REYNOLDS Es ist wirklich wichtig, nicht selbstgefällig zu werden.

Von einer echten Erholung der US-Wirtschaft möchte Notenbankchef Ben Bernanke nicht sprechen: "Noch viel Arbeit vor uns."

Es ist wirklich wichtig, nicht selbstgefällig zu werden. Wir haben noch einen weiten Weg und viel Arbeit vor uns", sagte US-Notenbankchef Ben Bernanke gegenüber ABC News in einem seiner seltenen Interviews. Denn noch sei der Punkt nicht erreicht, an dem man von einer echten Erholung der US-Wirtschaft sprechen könne. Eine tiefgreifende Erholung der Wirtschaft sei noch lange keine ausgemachte Sache. Zwar begrüßte er den jüngsten Rückgang der US-Arbeitslosenquote und die Entspannung in der europäischen Schuldenkrise. Gleichzeitig warnte er jedoch, dass die Arbeitslosigkeit in den USA noch immer beunruhigend hoch sei und der Immobilienmarkt weiter am Boden liege.

Auf die Frage, ob die Federal Reserve weitere Schritte zur Stimulierung des Wachstums plane, antwortete Bernanke, die Notenbank schließe keine Optionen aus. Gleichzeitig deutete er aber nicht an, dass eine weitere Runde von Staatsanleihenkäufen unmittelbar bevorsteht, auf die einige Finanzmarkt-Akteure spekulieren. Erst am Montag hatte Bernanke den weltweiten Aktienbörsen kräftige Gewinne beschert, indem er keine Eile bei der Normalisierung der extrem lockeren Geldpolitik erkennen ließ.

(apa, rts / js) Erstellt am
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