Wirtschaft 05.12.2011

Berlusconi bittet Fußball-Stars zur Kasse

© Bild: ap

Das italienische Sparpaket macht vor der Serie A nicht halt: Die neue "Solidaritätssteuer" für Besserverdiener belastet auch die Topkicker.

Unter dem Druck der schweren Schulden- und Finanzkrise bittet die Regierung Berlusconi auch die Topfußballer der italienischen Serie A zur Kasse. Mit dem milliardenschweren Sparpaket zur Eindämmung der hohen Staatsschuld, das das Kabinett des AC-Milan-Besitzers am Freitag verabschiedet hat, wird eine sogenannten "Solidaritätssteuer" für Besserverdiener eingeführt, die Italiens Spitzenfußballer stark belasten wird.

Berlusconi legt sich mit Klubs und Spielern an.
© Bild: ap

Die Steuer liegt für Italiener mit einem Jahreseinkommen über 90.000 Euro bei fünf Prozent. Bei einem Einkommen über 150.000 Euro werden zehn Prozent verlangt. AC Milans Geschäftsführer Adriano Galliani betonte, dass die Clubs die " Solidaritätssteuer" nicht für ihre Spieler zahlen werden.

"Die Steuer wird hundertprozentig die Fußballer belasten. Wenn sie damit nicht einverstanden sind, können sie auch lebenslang streiken, wir werden nicht nachgeben. Alle Vereine sind meiner Meinung", versicherte Galliani. Er hoffe, dass die Spielergewerkschaft seine Ansicht teile. "Ansonsten wird sie uns erklären müssen, warum Fußballer, die jährlich zehn Millionen Euro verdienen, dem Staat ihren Beitrag nicht zahlen wollen", sagte Galliani.

Erstellt am 05.12.2011