Wirtschaft
25.04.2017

Benko hätte gern eine Art KaDeWe in Wien

Der Tiroler Immo-Tycoon Rene Benko würde sich auch in Wien ein Luxuskaufhaus vom Format "seines" KaDeWe in Berlin wünschen.

Auf der Suche. Der Gründer der Immobiliengruppe Signa, Rene Benko, denkt über den Bau eines Luxuskaufhauses in Wien nach. "Wir überlegen das schon lange. Aber es ist nicht einfach, eine geeignete Immobilie zu finden", betonte Benko beim RBI-Business Lunch.

Luxus sei in Wien durchaus gefragt, vor allem bei den Touristen. Das von Benko errichtete "Goldene Quartier" im ersten Bezirk in Wien sei ja auch weniger für die Wiener als für Touristen gedacht. Und die kaufen offenbar genug. "Der Louis Vuitton-Shop zählt zu den best gehenden in ganz Europa", sagt Benko. Auch das Berliner KaDeWe, das Signa 2014 mit der Warenhauskette Karstadt übernommen hat, werde vor allem von Touristen frequentiert. Die deutsche Warenhauskette Karstadt ist laut Signa-Chef inzwischen saniert. 2014 hätte er sie mit einem Verlust von 100 Millionen Euro gekauft, heuer würden dort 70 bis 80 Millionen Euro Gewinn geschrieben.

Kein Börsegang

An die Börse gehen will Benko mit seiner Signa-Gruppe nicht. "Der Vorteil ein privates Unternehmen zu sein, ist riesig", betonte er. Man habe das Privileg, Zahlen nicht veröffentlichen zu müssen. "Außenstehende geht es nichts an, wie viel wir verdienen und wie viel Cash-Reserven wir haben", lautet seine Begründung. Bei Signa wolle man diese Publizität nicht. Eine Börsegang sei auch zu bürokratisch.