Bayer kritisierte, dass zugelassene Produkte verboten werden, obwohl es "keine neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse" gebe. Der Konzern warnte vor Pflanzenschäden und Ernteausfällen.

© Reuters/FABRIZIO BENSCH

Rezeptfrei
05/06/2014

Bayer kauft in den USA zu

Der Leverkusener Aspirin-Hersteller Bayer kauft den Amerikanern das Geschäft mit rezeptfreien Arzneien ab.

Das Allergiemittel Claritin oder Dr. Scholl’s-Fußpflegeprodukte sind auch hierzulande bekannt. Produziert hat diese Produkte bisher der US-Konzern Merck & Co. Künftig kommen sie aus dem Hause Bayer. Der Leverkusener Aspirin-Hersteller kauft den Amerikanern das Geschäft mit rezeptfreien Arzneien ab. Der Deal ist 10,4 Milliarden Euro schwer – und soll im zweiten Halbjahr über die Bühne gegangen sein.

Für Bayer ist dies die zweitgrößte Übernahme in der gut 150-jährigen Firmengeschichte. Im Jahr 2006 legte sich Bayer den Berliner Arzneimittelrivalen Schering zu und legte damals 17 Milliarden Euro auf den Tisch.

200-Milliarden-Markt

Die jetzige Übernahme macht den Leverkusener Pharma- und Chemiekonzern zum weltweit zweitgrößten Anbieter von rezeptfreien Mitteln und Gesundheitsprodukten. Größer ist jetzt nur noch der US-Konzern Johnson & Johnson. Rezeptfreies wie Hustenpastillen oder Schnupfenmitteln werfen zwar zumeist geringere Renditen ab als verschreibungspflichtige Medikamente. Dafür ist das Geschäft aber auch weniger risikoreich und liefert stabile Einnahmen. Weltweit werden mit solchen Präparaten und Gesundheitsprodukten etwa 200 Milliarden Dollar pro Jahr umgesetzt.

Der deutsche Konzern will den Deal zunächst mit Bankkrediten stemmen. Später sind auch Anleihen geplant. Bei Bayer geht man davon aus, dass sich die Übernahme schon im nächsten Jahr auszahlt.

Die Leverkusener gehen mit Merck & Co. zudem eine strategische Partnerschaft bei der Forschung im Gebiet der Herz-Kreislauf-Erkrankungen ein.

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