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Bawag räumt auf und sahnt ab
Bank stößt sukzessive Beteiligungen ab - Gewinn im Halbjahr deutlich gestiegen.
Die Bawag hat ihren Gewinn im ersten Halbjahr dank des laufenden Sparprogramms und sinkender Vorsorgen für faule Kredite gesteigert. Unter dem Strich stand ein Plus von 226,1 Millionen Euro - rund 29 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, wie das mehrheitlich dem Finanzinvestor Cerberus gehörende Institut am Dienstag mitteilte.

Cerberus hatte die Bank 2007 gemeinsam mit anderen Investoren für 3,2 Milliarden Euro gekauft und hält nun noch 52 Prozent. Insidern zufolge spielt der Finanzinvestor mehrere Szenarien für die Zukunft des Geldhauses durch.
Nur das Kerngeschäft soll bleiben
Derzeit ist die Bawag dabei, mit ihren Beteiligungen aufzuräumen. Am Dienstag wurde der bevorstehende Verkauf der 2003 gegründeten Tochtergesellschaft in Malta verlautbart. Käufer ist die kanadische Investment- und Handelsfirma MFC, die im Jahr 2014 der Raiffeisen Bank International (RBI) bereits das Handelshaus Elsner Trading abgekauft hat.

Erst vor ein paar Tagen ist der Verkauf des Lotto-Anteils an den Glücksspielkonzern Novomatic über die Bühne gegangen: Das Closing des Verkaufs der (indirekt gehaltenen) Anteile von 2,18 Prozent an den österreichischen Lotterien fand nach Bank-Angaben am 4. August statt.
Im Halbjahresbericht schreibt Bawag-Chef Haynes, die Bank sei ihrem Ziel, "eine der ertragsstärksten, effizientesten und am besten kapitalisierten Banken Europas" zu werden, weiter nähergekommen.