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Offensive
10/15/2013

Bawag/PSK: "Wir lieben Filialen"

Mit neuen Produktpaketen und mondernisierten Filialen wird Kundenberatung vorangetrieben.

von Robert Kleedorfer

Die Bawag/PSK wird ihre Filialoffensive mit Jahresende abgeschlossen haben. Dann wird es landesweit 500 modernisierte Filialen (Bank und Post unter einem Dach) geben. Ergänzt wird das Netz durch 1400 unabhängige Postpartner (mit eingeschränkten Dienstleistungen). „Damit decken wir 96 Prozent der Bevölkerung Österreichs ab“, sagt Peter Karst, Marketingleiter der Bank. Über Filialen erfolge der erste Kontakt mit den Kunden. „Wir lieben Filialen und stehen zum Filialgeschäft“, ergänzt Arno Wohlfahrter, Leiter des Privat- und Geschäftskundenvertriebs. Durch die Kooperation mit der Post entstehe kein typisches Bank-, sondern ein Handelsmodell. Ein weiterer Vorteil sei, dass 150 Standorte auch am Samstag für Bankgeschäfte geöffnet seien. Gekostet hat die Offensive rund 100 Millionen Euro.

Neue Produkte

Mit Ende des Umbaus legt die Bawag auch neue Produktpakete auf. Die so genannte „VorsorgeBox“ soll der Risikominderung dienen. Hier stehen Pensionsvorsorge und die Absicherung der Familie im Vordergrund. Bei der „ErtragsBox“ geht es um den Vermögensaufbau bzw. –erhalt. Beiden gemein ist einmal im Jahr ein einstündiges, strukturiertes Beratungsgespräch, das elektronisch protokolliert wird. „Wir gehen einmal im Jahr zum Arzt, das finanzielle Mangement verdient ebenfalls ein Gespräch“, sagt Karst. Die Berater würden dahingehend geschult werden.

Bestimmte Gruppen könnten zwar bei ihren Bankgeschäften auf Filialberatung verzichten, doch jeder zweite, der online ein Produkt gekauft hat, komme doch noch zur Beratung in die Filialen. Wer online kauft, muss laut Wohlfahrter die Abschlussgebühr von zwei Prozent nicht zahlen. „Der Kunde macht ja selbst die Arbeit.“

Online-Ausbau

Trotz des Bekenntnis zur Filiale will die Bawag den Onlinebereich weiter ausbauen. „Wir können uns den neuen Medien nicht verschließen“, sagt Karst. Bei vielen weiteren Produkten sei es technisch und rechtlich möglich, sie im Internet zu erwerben. An Videoberatung wie bei der Bank Austria sei aber vorerst nicht gedacht. „Wir wollen mit unseren Kunden face-to-face sitzen.“

Ab sofort gibt die Bawag zudem neue Bankomatkarten mit NFC-Funktion (für kontaktloses Bezahlen) heraus. Kunden, die dieser Technologie nicht vertrauen, können auch eine normale Karte erhalten. Die Kosten sind in beiden Fällen (je nach Kontopaket) gleich hoch.

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