Wirtschaft 05.12.2011

Banknotendruckerei: Nächste Verhaftung

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Von der Provisionsaffäre ist nun auch Ex-Technikchef Miller betroffen. Zwei Anwälte sind weiter in Haft.

Im Skandal um fragwürdige Provistionszahlungen bei der Oesterreichischen Banknotendruckerei (OeBS) dürfte offenbar belastendes Material gegen Ex-Technik-Chef Johannes Miller aufgetaucht sein. Laut Standard wurde Miller bereits vergangenen Mittwoch inhaftiert. Wie zu hören ist, soll er sich den Behörden gegenüber nicht sonderlich kooperativ verhalten. Seine Anwältin ist der Ansicht, die Innenrevision habe Miller bei ihrer Prüfung der Druckerei vor wenigen Monaten entlastet.

Zwei Anwälte, die die Zahlungen abgewickelt haben sollen, sind weiter in Haft. Enthaftet wurden hingegen der kaufmännische Chef Michael Wolf sowie Vertriebschefin Raluca Tanasescu. Wie bereits berichtet soll die OeBS 14 Millionen Euro über die panamesische Gesellschaft Venkoy für Geschäftsanbahnungen etwa in Syrien oder Aserbaidschan gezahlt haben. Erkennbare Gegenleistungen fehlen aber.

Prüfbericht

Im Prüfbericht der Nationalbank, aus dem der KURIER bereits zitierte, heißt es: "Es wird überhaupt bezweifelt, dass es Leistungen gegeben hat." Die Justiz geht daher dem Verdacht von Untreue (Kickback-Zahlungen) sowie der Bestechung ausländischer Amtsträger und der Falschinformation des Aufsichtsrates nach. Die beiden Geschäftsführer der OeBS wurden Ende Oktober von der Nationalbank mit sofortiger Wirkung von ihren Posten enthoben.

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( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011