Wirtschaft
29.03.2012

Bankangestellte bekommen 3,47 Prozent mehr

Die Streikdrohung zeigte Wirkung. Die Erhöhung der Top-Gagen ist mit 150 Euro pro Monat begrenzt

Die rund 80.000 Bank- und Sparkassen-Mitarbeiter bekommen ab 1. April mehr Geld. Die Gehälter steigen linear um 3,1 Prozent, zusätzlich gibt es einen Fixbetrag von 9,50 Euro. Dieses Angebot, das die Arbeitgeber in einem Spitzengespräch Mittwochabend auf den Tisch gelegt hatten, akzeptierte die Angestelltengewerkschaft GPA-djp am Donnerstag. Für das Durchschnittsgehalt bedeutet das eine Gehaltserhöhung von 3,47 Prozent. Um den Zuwachs bei hohen Gehältern zu bremsen, wurde eine Deckelung der Erhöhung bei 150 Euro brutto monatlich vereinbart.

Sparkassenverbands-Generalsekretär Michael Ikrath zeigte sich für die Arbeitgeberseite "froh über einen Abschluss mit Augenmaß". Für die Mitarbeiter sei die Gehaltserhöhung eine "faire Anerkennung ihrer Leistung", die Institute könnten die höheren Kosten verkraften. Die Gehaltsverhandlungen für die Banker hatten sich heuer ungewöhnlich lange gespießt. Die Gewerkschaft war mit einer Forderung nach 4,9 Prozent Erhöhung in die erste Runde gegangen, die Arbeitgeber hatten in der dritten Runde 1,5 Prozent plus 30 Euro Fixbetrag angeboten. Anfang März demonstrierten die Bankangestellten für höhere Gehälter und drohten mit einem Streik. Eine Streikfreigabe des ÖGB lag bereits vor. Bis zum Spitzengespräch am Mittwoch hatten die Arbeitnehmervertreter Kampfmaßnahmen ausgesetzt.

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