Wirtschaft 05.12.2011

Bäckerei Ströck übernimmt Catering bei Westbahn

Die Westbahn setzt auf kalte Snacks in den Zügen. Auch die ÖBB schreiben dasCatering neu aus und rüsten bei WLAN auf.

Die Westbahn, die ab 11. Dezember den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) auf der Strecke Wien-Salzburg Konkurrenz macht, bringt ihr Catering auf Schiene. Im Gegensatz zu den ÖBB wird es bei der Privatbahn nur kalte Snacks geben, die von der Wiener Bäckerei Ströck angeliefert werden. "Der Vertrag ist noch nicht unterschrieben, die Verhandlungen aber schon weit fortgeschritten", bestätigt Westbahn-Sprecher Manfred Mader. Ströck wird die Ware anliefern, das Service übernehmen Westbahn-Mitarbeiter. Snacks sowie Heiß- und Kaltgetränke wird es in den vier Cafés pro Zug geben, zudem wird an die Sitzplätze serviert.

Für den Familienbetrieb Ströck ist das ein neues Geschäftsfeld. Das Angebot in den Zügen soll vom Schwarzbrot-Tramezzini mit Roastbeef und handgemachten Chips bis zu italienischen Pasta-Salaten mit gebratenem Huhn und dem altbewährten Mozzarella-Tomaten-Weckerl reichen, bestätigt Michael Ströck, Mitglied der Ströck-Geschäftsführung. Beliefert werden die Züge am Wiener Westbahnhof, wo Ströck eine größere Lagerfläche besitzt. Angaben zum Auftragsvolumen werden keine gemacht.

Auch die ÖBB schauen sich nach einem neuen Caterer um: "Derzeit sind wir in der Evaluierungsphase", sagt ÖBB-Sprecherin Sonja Horner. So wird überlegt, ob Teile der Lagerung und Logistik von den ÖBB günstiger gemacht werden können als von einem Partner. Ende des Sommers soll feststehen, welche Bereiche ausgelagert werden. Die ÖBB waren wie berichtet mit schweren Anschuldigungen an der Qualität der Waren und den Arbeitsbedingungen der Mitarbeiter des aktuellen Caterers è-express konfrontiert.
Die Westbahn sucht gerade mittels Castings in Wien, Linz und Salzburg rund 150 Zugbegleiter. Deren Outfit wird übrigens legerer sein als jenes ihrer Kollegen von den ÖBB. Als Arbeitskleidung sind Jeans, weiße Bluse bzw. Hemd sowie ein Blazer oder Sakko vorgesehen.

Gratis-WLAN

Die ÖBB reagieren indes auf die Ankündigung, dass alle Westbahnzüge mit Gratis-WLAN ausgestattet sein werden. Noch heuer sollen auch bei den ÖBB die ersten Züge dieses Service bieten. Zunächst werden Railjets auf den Strecken München, Budapest und Zürich ausgerüstet, weitere sollen folgen.

Die Westbahn des Industriellen Hans-Peter Haselsteiner und Ex-ÖBB-Vorstand Stefan Wehinger wird 14 Mal mal täglich zwischen Wien und Salzburg fahren. Das Ticket soll gleich viel kosten wie ein Halbpreisticket bei den ÖBB.

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( Kurier ) Erstellt am 05.12.2011