Wirtschaft
29.07.2017

Autoindustrie setzt beim Diesel weiter auf Software-Updates

Laut Präsident des VDA wollen die deutschen Autobauer bei Fahrzeugen mit EU5 und auch EU6 mittels neuer Software den Schadstoffausstoß reduzieren. Hardware-Lösungen sind untauglich.

Die deutsche Autoindustrie hält ihre geplanten Softwareupdates für Dieselautos weiter für die beste Lösung zur Reduzierung der Stickoxidbelastung im Straßenverkehr. "Unsere Unternehmen sind bereit, eine große Zahl von Autos mit der Schadstoffklassen Euro 5 und zum Teil auch Euro 6 mit neuester Software nachzubessern", sagte der Präsident des Branchenverbandes VDA, Matthias Wissmann.

"Im Ergebnis soll das die Schadstoffe in der Luft mindestens so stark reduzieren wie Fahrverbote." Mit der neuen Software lasse sich der Ausstoß von Stickoxiden im Schnitt der deutschen Fahrzeugflotte um mindestens 25 Prozent senken, versicherte Wissmann den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vom Samstag. Hardware-Nachrüstungen, wie sie unter anderem die deutsche Umweltministerin Barbara Hendricks verlangt, lehnte Wissmann als untauglich ab. "In den meisten Fällen sind Hardware-Nachrüstungen technisch und wirtschaftlich nicht machbar, weil die Fahrzeuge schon viele Jahre alt sind", sagte er.